Konsulin Birgit Fisel-Rösle (li.) überreichte Sebastian Gerstenberg (2.v.l.) die Dankesurkunde des Deutschen Botschafters in Polen.
Foto: R.Urban/wochenblatt.pl

 

Unter diesem Motto steht die aktuelle EU-Ratspräsidentschaft Kroatiens, deren Botschafter in Polen Tomislav Vidošević einer der Ehrengäste des Neujahrskonzertes des Deutschen Konsulates in Oppeln gewesen ist. Die musikalische Begegenung in der Oppelner Philharmonie nutzte die Deutsche Konsulin aber auch, um ein verdientes Mitglied der deutschen Minderheit auszuzeichnen.

 

Gleich zu Beginn übergab Birgit Fisel-Rösle dem Oberglogauer Sebastian Gerstenberg die Dankesurkunde des Deutschen Botschafters in Polen. “Als aktiver Vorsitzender Ihres DFKs, Kommunalpoltiker, Angehöriger der Deutschen Bildungsgesellschaft und vor allem als Lehrer für Deutsch als Minderheiten- und Fremdsprache haben Sie in den vergangenen Jahren einen wichtigen Beitrag für den Erhalt und die Förderungen der deutschen Identität geleistet. Zu erwähnen gilt hier Ihr Engagement in der Begegnungsstättenarbeit und beim Vorzeigeprojekt Jugendbox. Als Verantwortlicher der Stadt Oberglogau sind Sie für die internationalen Partnerschaften der Stadt mit Orten in Frankreich, Tschechien und Deutschland zuständig. Und gerade hier haben Sie besondere Verdienste für die deutsch-polnischen Beziehungen geleistet, für die wir Sie heute ehren”, sagte die Konsulin in ihrer Laudatio. Sebastian Gerstenberg zeigte sich gerührt von der Auszeichung: “Für mich ist es ein Ansporn zur weiteren Arbeit vor allem mit der jungen Generation, die ja unsere Zukunft ist. Ich bin von der Auszeichnung wirklich überrascht, weil ich sie in meinem Alter von 42 Jahren nicht erwartet hätte”.

 

Die junge kroatische Pianistin Mia Pecnik spielte zusammen mit dem Jugendsymphonieorchester der Musikschule in Oppeln.
Foto: R.Urban/wochenblatt.pl

 

Auf die Zusammenarbeit in Europa ging dann der kroatische Botschafter in Polen Tomislav Vidošević ein, indem er nicht nur auf die Kernpunkte der EU-Ratspräsidentschaft seines Landes im ersten Halbjahr 2020 eingegangen ist, sondern auch betonte, dass es eben Deutschland sei, dass danach die Führungsrolle übernehmen werde. Konsulin Birgit Fisel-Rösle dagegen unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen Oppeln und Deutschland. “Eine Partnerschaft, die außerordentlich vielseitig und lebendig ist. Eine Partnerschaft, die sich nicht nur auf Konsultationen auf politischer und diplomatischer Ebene beschränkt. In dieser Partnerschaft ist „Musik drin“ – ist „Leben drin“ Hier nehmen die Menschen einen wichtigen Stellenwert ein”, sagt die Konsulin und betonte dabei auch den Stellenwert der deutschen Minderheit, die in der Oppelner Region besonders aktiv und stark vertreten ist.

Das wichtigste beim Konzert war allerdings die Musik, die in diesem Jahr gleich von zwei Orchestern präsentiert wurde. Zunächst spielte das Jugendsymphonieorchester der Oppelner Musikschule unter der Leitung von Hubert Prochota klassische Werke u.a. von Beethoven, Mozart und Moniuszko. Danach zeigte das Jugendblasorchester aus Leschnitz unter der Leitung von Klaudiusz Lison ein modernes Programm, das von den Beatles über Queen bis zur Filmmusik aus “Dem Paten” reichte.
Das Neujahrskonzert wurde traditionell vom Deutschen Konsulat und dem Marschall der Oppelner Woiwodschaft Andrzej Buła organisiert.

Rudolf Urban