Foto: K. Kandzia

„Endlich ist die Zeit gekommen, unseren engagierten Mitgliedern zu danken. Sie sind mit vollem Einsatz immer für unsere Gesellschaft da“, sagte Monika Machoń am 24. Mai während eines der gemütlichen Abende des DFK-Klodnitz.

 

Wer DFK-Klodnitz hört, denkt wohl in erster Linie an den DFK-Chor „Heimatklang“ – das Aushängeschild der Ortsgruppe. Und wer durch Klodnitz, einen Ortsteil von Kandrzin-Cosel, fährt, kann erkennen, dass hier noch Deutsche leben. So erinnert ein Maibaum auf dem Kirchhof an den alten deutschen Brauch. Daneben steht ein Mühlstein aus der alten Papierfabrik in Cosel-Hafen, einem weiteren Ortsteil, der zur Gemeinde Kandrzin-Cosel gehört. Auf diesem Mühlstein erinnert eine Tafel an die unterschiedlichen Schreibweisen des Ortes Klodnitz. Im Schaukasten an der Kirche wird an Ereignisse aus der Geschichte der Ortschaft erinnert. Darum kümmert sich Helmut Jelitto gemeinsam mit seiner Familie, denn er konnte die Liebe zu Heimat an seine Tochter und die Enkel weitergegeben. „Wir haben sehr viel nachzuholen, wenn es um das Wissen um unsere Geschichte geht. Das ist es, was uns – die ältere Generation – bewegt. Wir haben schon so viel verloren, aber das, was noch von unseren Eltern geblieben ist, das wollen wir für die jungen Leute retten, ihnen zeigen, was früher war“, so der Ortschronist und Geschichtskenner Jelitto.

 

Auch Christiane Klosek, Gisela Glomb und Gerhard Vogt gehören zu den DFK-Mitgliedern in Klodnitz, auf die Monika Machoń, die seit 2006 im DFK-Vorstand mitwirkt, immer zählen kann. „Die Leute erwarten viel von uns und wir tun was wir können. Wir organisieren Begegnungen bei Kaffee und Kuchen, Schlachtefeste, Grillabende, machen Päckchen für ältere Leute, die nicht mehr zu unseren Feiern kommen können, denken an die, die Geburtstag haben oder Hochzeitsjubiläen feiern. Wir waren der erste DFK, der eine Schifffahrt auf dem Klodnitz- und Gleiwitzer-Kanal organisierte. Seit Jahren pflegen wir eine Partnerschaft zu Schlesiern in Heilbronn“, berichtet Machoń.

 

Bindeglied zwischen Klodnitz und der Kreisgruppe Heilbronn, der Landsmannschaft Schlesien ist Johannes Siegert. Er gehört zu den Gründervätern des Klodnitzer DFK, lebt aber seit vielen Jahren in der Bundesrepublik. Doch seine Heimat lässt ihn nicht los. „Ich denke immer, wenn ich drüben bin, an die Heimat. Und ich kann diese Gründerzeit in Klodnitz nicht vergessen. Wenn immer ich nur kann, besuche ich Klodnitz und meine Landsleute“, so Siegert. Und er kommt nicht mit leeren Händen. Johannes Siegert, der sich in der Bundesrepublik im Bund der Vertriebenen (BdV) engagiert, trug dazu bei, dass die aktivsten DFK-Mitglieder in seiner Heimat mit Ehrennadeln des BdV ausgezeichnet wurden. „Mir liegt es daran, dass man in der Bundesrepublik mitbekommt, was unsere Leute hier leisten. Und die Klodnitzer sollen wissen, dass man ihr Engagement in der Bundesrepublik auch würdigt“, freut sich Siegert.

 

Klaudia Kandzia