Schon am kommenden Donnerstagnachmittag wird klar sein, wer am diesjährigen 25. Finale des deutschsprachigen Rezitationswettbewerbs „Jugend trägt Gedichte vor“ teilnehmen wird. An dem Tag findet nämlich in Proskau die letzte von den sechs bereits durchgeführten regionalen Entscheidungen statt.

 

Während der Regionaletappe durften die Schüler zwei Gedichte auf Deutsch vortragen
Foto: Fotoenigma

 

Während der Regionaletappe präsentiert jeder Schüler zwei Gedichte. Die besten Rezitatoren werden dann zum Finale nach Oppeln eingeladen, wo sie nur noch ein Gedicht aufsagen dürfen. Wie schon in den Jahren zuvor bekommt der Veranstalter des Wettbewerbs, die SKGD, Unterstützung von Mitarbeitern des Germanistik-Instituts der Oppelner Universität. Diese fungierten als Juroren bei allen regionalen Entscheidungen. In Poppelau war Agnieszka Klimas, Doktorandin an der Oppelner Germanistik mit von der Partie. „Ich war wirklich beeindruckt, wie toll alle diese Aufgabe gemeistert haben. Es war wirklich keine leichte Entscheidung aus dieser Vielfalt guter Auftritte nun die Besten auszuwählen“, sagte sie den Versammelten, nachdem die Ergebnisse verkündet wurden. Außer in Poppelau fand die regionale Etappe des Wettbewerbs auch in Zülz, Rosenberg, Groß Strehlitz und Czissek statt. Die letzte große Entscheidung vor dem Finale fällt am Donnerstag in Proskau. Die zehnjährige Vanessa Gonsior aus Antionia (Gemeinde Malapane) geht in die vierte Klasse und ist beim Rezitationswettbewerb längst keine Unbekannte mehr. In diesem Jahr hat sie es wieder geschafft sich mit dem ersten Platz in Poppelau für das Finale zu qualifizieren. „Ich bin in Deutschland geboren und bin dort auch in den Kindergarten gegangen. Ich spreche sowieso lieber Deutsch als Polnisch. Ich wollte auch unbedingt mitmachen. Mama hat mir bei der Auswahl der Gedichte geholfen. Eigentlich haben mir vier gefallen, aber wir durften nur zwei auswählen“, sagt Vanessa. Auf ihre Schülerin ist besonders ihre Lehrerin Sonia Koźlik stolz: „Von so einer Schülerin wie Vanessa träumt jeder Lehrer. Sie spricht nicht nur sehr gut Deutsch, sondern ist auch sehr aktiv im Unterricht. Es wäre schön, wenn es mehr solche Schüler gäbe.“

 

Anna Durecka