Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, June 29, 2022

Auszeichnung und Ausstellung

„Die landwirtschaftliche Welt vor 100 Jahren; das einzige derartige Museum auf der Welt“ – unter diesem Titel präsentiert sich das Museum für landwirtschaftliche Maschinen von Alicja und Janusz Dramiński in der Galerie Stary Ratusz, dem Ausstellungsraum der Woiwodschaftsbibliothek in Allenstein. Das Museum in Naterken und Schönbrück wurde letztes Jahr vom Guiness-Buch der Rekorde ausgezeichnet und zeigt nun Bilder aus der diesbezüglichen Dokumentation in einer Ausstellung.

Gäste der Ausstellung vor Beschreibungen von landwirtschaftlichen Maschinen und Bildern eines Lanz Bulldogs. Foto: Uwe Hahnkamp

Janusz Dramiński ist im Alltag Produzent von elektronischen Geräten für die Landwirtschaft. Auch als Sammler befasst er sich mit landwirtschaftlichen Geräten, aber aus früheren Zeiten. Vor dreißig Jahren entstand diese Begeisterung, die bis heute unvermindert anhält. Im Laufe der Zeit hat er eine große Sammlung von unschätzbarem historischen Wert zusammengetragen. „Diese Maschinen sind sonst unwiederbringlich verloren – sie werden auf den Schrott geworfen, in Hütten eingeschmolzen oder einfach verbrannt“, erklärt Janusz Dramiński.

 

Lanz Bulldog und viele Tretmühlen
Ein wichtiges Exponat seiner Ausstellung ist ein Lanz Bulldog. Mit diesem Traktor aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Mechanisierung der Landwirtschaft im ehemaligen Ostpreußen verbunden. Doch Ausgangspunkt und Glanzstück des Museums sind durch Pferde angetriebene Tretmühlen. „Ich habe so eine Tretmühle gesehen. Eine dunkle Maschine, vom Sonnenlicht übergossen. Da habe ich mich in sie verliebt“, erinnert sich Janusz Dramiński. 277 Stück hat er zusammengetragen, überwiegend aus der Region Ermland und Masuren – und die meisten auf der Welt, wie das Guiness-Buch der Rekorde offiziell am 3. Juli 2018 feststellte. Zum Teil sind sie über 100 Jahre alt und bieten, so der Sammler, „die Chance, das kulturelle Erbe der Region und die Kontinuität der Geschichte zu bewahren“.

 

 

Uwe Hahnkamp

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