Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, December 1, 2021

Bernard Gaida wiedergewählt

Der AGDM gehören über 20 Organisationen der deutschen Minderheit in Europa und den GUS-Staaten an.
Foto: facebook.com/Bernd Fabritius

 

Politische Gespräche mit Entscheidungsträgern der deutschen Regierung vom 5. bis 7. November in Berlin standen auf der Agenda der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten. Ein besonderer Programmpunkt in diesem Jahr waren die Sondersitzung der AGDM Jugend und die Neuwahlen des Sprechers der Arbeitsgemeinschaft.

 

 

Jahrestagung der AGDM 2019 in Berlin. Bundesbeauftragter Fabritius und AGDM-Sprecher Gaida
Foto: facebook.com/Bernd Fabritius

 

Bernard Gaida, Vorsitzender des Verbandes deutscher Gesellschaften in Polen und bisheriger Sprecher der AGDM, wurde einstimmig für die nächste Amtszeit wiedergewählt. Wie er uns kurz nach der Wahl sagte, nimmt er aus den letzten drei Jahren vor allem die Erfahrung mit, dass es den deutschen Minderheiten diesjahr gelungen ist, trotz geplanter Mittelkürzungen für die Minderheiten im Bundeshaushalt mit Erfolg dagegen vorzugehen.

 

“Diese Sitaution hat mir gezeigt, wenn wir zusammenhalten und gemeinsam agieren, haben wir als deutsche Minderheiten eine gewisse Stärke und diese Stärke – das habe ich mir zum Ziel gemacht – müssen wir weiter aufbauen”, meint Bernard Gaida.

 

Das bedeute nicht nur das Büro der AGDM in Berlin personell und finanziell aufzustocken, sondern vor allem gemeinsame länderübergreifende Projekte ins Leben zu rufen. “Ich habe außerdem vorgeschlagen, dass wir die Jahrestagungen nicht nur in Berlin organisieren, sondern in den Ländern, in denen die deutsche Minderheit zu Hause ist, um näher an der jeweiligen Problematik zu sein und die Unterschiede zu sehen, meint der alte und neue AGDM-Sprecher Bernard Gaida.
In den nächsten Jahren will sich die AGDM unter der Leitung von Bernard Gaida auch weiter mehr um die Jugend der deutschen Minderheiten kümmern und damit den Jugendkoordinator noch mehr in die Arbeit des AGDM-Büros einbinden.

 

 

Jugendliche der deutschen Minderheit kamen am Montag zu einer Sondersitzung mit Bernd Fabritius zusammen.
Foto: facebook.com/Bernd Fabritius

 

Das Thema Jugend spielte bei der diesjährigen Tagung der Arbeitsgemeinschaft generell eine wichtige Rolle. Denn bereits am Montag empfing der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Prof. Dr. Bernd Fabritius die Vertreter der Jugendorganisationen der deutschen Minderheiten zu einer Sondersitzung, in der über grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Zkunftspläne gesprochen wurde.

 

Im Rahmen ihrer Jahrestagung führten die Vertreter deutscher Minderheiten in Europa dann Gespräche mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium Stephan Mayer, dem Minderheitenbeauftragten Prof. Dr. Bernd Fabritius, sowie den Landesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten zu dem Thema „Vernetzung und Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Vertriebenenverbänden in Deutschland und den deutschen Minderheiten”. Innerhalb der sogenannten „Berliner Gespräche“ fand auch eine Arbeitssitzung mit der Vorsitzenden des Innenausschusses, Andrea Lindholz, MdB und den Mitgliedern der CDU/CSU Parlamentariergruppe “Vertriebene, Aussiedler und deutsche Minderheiten” unter der Leitung von Eckhard Pols, MdB, statt. In Anlehnung an die vergangene Jahrestagung wurde diskutiert, wie die Gründung eines Gesprächskreises “Deutsche Minderheiten” im Deutschen Bundestag realisiert werden kann. Im Auswärtigen Amt sprachen die Vertreter deutscher Minderheiten u.a. mit Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, über „Synergiemöglichkeiten für eine intensive Sprachförderung zugunsten der deutschen Minderheiten in den Staaten der West-Europa, MOEs und GUS“.

 

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten ist Teil der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) und vertritt darin die Interessen der über 20 deutschen Volksgruppen in Europa. Die Deutschen in Polen wurden bei der diesjährigen Tagung von Bernard Gaida, Rafał Bartek (Vorsitzender der SKGD im Oppelner Schlesien) und Katrin Koschny (Vorsitzende des BJDM) vertreten.

AGDM/ru

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