Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, December 1, 2021

Besichtigen. Gedenken. Erinnern.

Am Freitag und Samstag, den 17. und 18. September 2021, veranstaltete der Bund der Jugend der Deutschen Minderheit (BJDM) eine Bildungsreise nach Bielitz-Biala und nach Auschwitz. 16 Jugendliche und junge Erwachsene machten sich auf den Weg, um die multikulturelle Geschichte der Stadt kennenzulernen und am Ort der schrecklichsten Verbrechen gegen die Menschheit zu lernen und zu gedenken.

 

Die Jugendkonferenz, die ein Standardprojekt des BJDM ist, findet in diesem Jahr in verschiedenen Teilen unter dem Hauptthema „Fokus: Minderheit – Rechte. Gefahren. Möglichkeiten“ statt. Im zweiten Teil dieses größeren Jugendprojektes stand zunächst der Besuch in Bielsko-Biała auf dem Programm, wo die Jugendgruppe Interessantes zum multikulturellen Erbe der Stadt erfuhr. Unter Leitung von Łukasz Giertler konnten die Jugendlichen die verschiedenen ethnischen und religiösen Einflüsse sowie den der Deutschen Minderheit in der Region erkennen.

 

Jugendliche während der Bildungsreise nach Bielitz-Biala und Auschwitz
Foto: DD

„Eine Region, in der es verschiedene Minderheiten und gesellschaftliche Gruppen gab bzw. gibt und ein Zusammenleben mal mehr und mal weniger gut möglich war, macht den Jugendlichen deutlich, was das Minderheitenleben in der Praxis bedeutet“, sagt Anna Franik, ifa-Kulturassistentin und eine der Koordinatoren des Projektes.

 

Am zweiten Tage machten sich die Jugendlichen zusammen mit den Koordinatoren, zu denen neben Anna Franik auch Dominik Duda (ifa-Kulturmanager beim BJDM) gehört, sowie dem Betreuer Mattheus Czellnik auf die Reise zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Auschwitz. Dort nahm die gesamte Gruppe an einer begleiteten Führung durch das Museum teil, die mit vielen nicht zu beschreibenden Eindrücken und dem Gedenken an die Opfer des NS-Terrorregimes in Birkenau endete.

„Die Fahrt nach Auschwitz-Birkenau hat allen klar die Unmenschlichkeit des Nazi-Regimes aufgezeigt. Sie hat aber auch die Wichtigkeit unserer Aktivitäten für den Dialog zwischen Deutschen und Polen und das gemeinsame friedliche Miteinander aufgezeigt“, erklärt Dominik Duda.

Vom 15. bis zum 17. Oktober 2021 findet in Posen der dritte und letzte Teil der diesjährigen Jugendkonferenz statt. Mit drei Workshops zu den Themen Minderheitenrechte, Minderheiten in Polen und Diskriminierung sowie einem attraktiven Rahmenprogramm nehmen Jugendliche und junge Erwachsene an dem größten Projekt des BJDM in diesem Jahr teil.

 

DD

 

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