Die Tanzgruppe „Dialog“ aus Dyloken präsentierte ihre besten Tänze.
Foto: Rudolf Urban

Die Kreiskonzerte werden in diesem Jahr zum zweiten Mal organisiert. Für den Kreis Oppeln war der DFK in Krascheow diesmal der Organisator. Das Wetter meinte es zwar nicht gut mit den Krascheowern, Besucher aus nah und fern kamen aber trotz Regen und Gewitter.

 

Als wir das Zelt aufgebaut haben und die Wolken am Himmel sahen, haben wir schon gedacht, worauf wir uns da eingelassen haben“, sagt Martin Konietzko, Sekretär des Krascheower DFKs. Denn der Wettergott meinte es anfangs nicht wirklich gut mit den Veranstaltern. Regen und dann noch ein Gewitter haben nicht unbedingt einladend gewirkt, doch davon ließen sich die Krascheower nicht unterkriegen. „Morgen (Sonntag, 9. Juli – Anm. d. Red.) ist bei uns Ablassfest in der Kirche und es ist immer so, dass es bei uns zum Ablass regnet“, meint Martin Konietzko.

 

Dass gerade Krascheow in diesem Jahr zum Veranstaltungsort des Kreiskonzertes gewählt wurde, hat einen besonderen Grund, denn seit 25 Jahren wird dort im Juli das DFK-Sommerfest gefeiert und das Kreiskonzert war nun Teil des kleinen Jubiläums. „Früher kamen mehr Menschen zu unseren Festen, dann ist es etwas abgeflaut, aber in diesem Jahr, auch wegen des Kreiskonzertes, ist die sprichwörtliche Bude voll und ich habe bislang nur positive Reaktionen gehört“, sagt Martin Konietzko.

 

Auf der Bühne des Festzeltes in Krascheow präsentierten sich den ganzen Nachmittag über lokale und regionale Kulturgruppen der Deutschen Minderheit. Das Jugendblasorchester aus Chronstau schmetterte bekannte Hits genauso wie die Solistinnen Maria Honka, Julia Ledwoch und der Star des Abends Andrea Rischka. Dazwischen präsentierten sich aber auch Gesangsensembles wie die „Oppelner Mädel“ aus Antonia (Antoniów). „Wir nehmen gern an solchen Festen teil, denn wir gehen ja nicht umsonst zu den Proben und lernen neue Lieder“, sagt Krystyna Buczek, die Leiterin der Gruppe und unterstreicht, dass solche Auftritte auch zu Werbezwecken dienen, nicht nur für die Gruppe selbst, sondern auch für die Deutsche Minderheit als Förderer der Kulturensembles.

 

Es gibt allerdings bei Veranstaltungen dieser Art immer ein Problem, und zwar dass es immer laut ist, manches mal sogar so laut, dass wir uns auf der Bühne nicht richtig hören. Dann ist es schwierig, ein schönes Konzert zu geben“, meint Krystyna Buczek und bittet Besucher von Festen auf die Künstler Rücksicht zu nehmen: „Wer sich unterhalten will, der kann ja aus dem Zelt raus gehen.“

 

Das Kreiskonzert in Krascheow wurde von der SKGD, der Stadt Malapane, dem Oppelner Landratsamt, dem Deutschen Konsulat in Oppeln und dem Ministerium für Inneres und Verwaltung finanziert.

 

Rudolf Urban