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Vor Kurzem thematisierten wir die in Danzig bei Renovierungsarbeiten aufgetauchte Inschrift „Postamt“, die bei manchen Einwohnern als Provokation empfunden wurde. Nun hat sich der Besitzer des Gebäudes zu Wort gemeldet.

 

Die Inschrift enthüllte man während der Renovierungsarbeiten eines Gebäudes im Stadtzentrum nahe des Danziger Bahnhofs. Ursprünglich gehörte das Bauwerk der polnischen Bahn, da es aber nicht mehr genutzt wurde, hat man es an einen privaten Investor verkauft. Dieser plant im Gebäude ein Luxusrestaurant und ließ es erst einmal gründlich renovieren. Genau während dieser Arbeiten ist man auf eine steinerne Tafel mit dem eingemeißelten Wort „Postamt“ gestoßen.

 

Die neue Danziger Attraktion, die während der Renovierung gesäubert und saniert wurde, gefällt aber nicht allen Einwohnern der Stadt. Gleich nach dem Fund sind Medienberichte des rechten Milieus aufgetaucht, nach denen es sich um eine „erneute Germanisierung“ der Stadt handele. Bei Worten wird es jedoch bleiben, denn die Inschrift bleibt auf dem Gebäude. Stadtpräsident Paweł Adamowicz stellte gleich nach den Berichten klar, dass es sich um ein privates Eigentum handele und damit allein der Besitzer entschiedet, ob die Inschrift verschleiert oder präsentiert wird. Dieser soll bereits deklariert haben, die Inschrift behalten zu wollen, weil es zum nostalgischen Stil des geplanten Restaurants passt.

 

Łukasz Biły