Die Wallfahrt zieht viele Besucher an

Die diesjährige Minderheitenwallfahrt auf dem Sankt Annaberg findet am Sonntag, 4. Juni, statt und sie steht unter dem Leitmotiv „Sich vom Heiligen Geist leiten lassen!“. Der Minderheitenseelsorger des Bistums Oppeln, Pfarrer Dr. Peter Tarlinski, hofft auf viele deutsche Oberschlesier sowie Gläubige anderer Minderheiten in der Oppelner Region. Vertreter der Deutschen Minderheit erwarten neben ihren Landsleuten auch politische Vertreter aus Deutschland.

 

„Wie alljährlich wollen wir zusammentreffen, um für die nationalen Minderheiten sowie ihre Rechte und die Rolle in unserem Leben zusammen zu beten. An Gott und die Heilige Anna werden wir uns auch im Gebet für unsere Familien, die junge Generation und unsere Heimat wenden“, sagt Pfr. Tarlinski über die diesjährige Minderheitenwallfahrt.

 

Vor allem die junge Generation steht ab 10 Uhr im Gebet vor dem Festgottesdienst (11:00Uhr) im Mittelpunkt, denn es wird an das 25. Jubiläum des Bundes der Jugend der Deutschen Minderheit erinnert. Und jugendlich wird es auch nach dem Hochamt, das vom Oppelner Bischof Andrzej Czaja zelebriert wird, zugehen. Vor dem Pilgerheim organisiert nämlich der Schlesische Selbstverwaltungsverein bereits den 26. Wettbewerb der Kinder- und Jugendgruppen der Deutschen Minderheit. Erwartet werden mehr 30 Kulturgruppen aus ganz Oberschlesien, die ihr Können – sowohl Singen als auch Tanzen – einer Fachjury und dem Publikum präsentieren.

 

Zur Teilnahme an der Wallfahrt werden neben den Pilgern aus Oberschlesien, den benachbarten Regionen und dem Ausland auch der deutsche Botschafter in Warschau Rolf Nikel, der Bundesbeauftragte für Aussiedler und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk sowie weitere Bundestagsabgeordnete erwartet. „Kommen Sie zum St. Annaberg, nehmen Sie ihre Familien mit, damit wir das bedeutsame Ereignis gemeinsam erfahren können“, appelliert der Minderheitenseelsorger Pfarrer Peter Tarlinski.

 

Rudolf Urban