Die Deutschen Kulturtage im Oppelner Land sind letzte Woche zu Ende gegangen. So viele tolle Kulturangebote gab es in den Jahren zuvor nicht, findet auch die Koordinatorin von der SKGD, Patrycja Karpińska-Uryga. Am beliebtesten war bei den Kulturliebhabern wieder das Oktoberfest der deutschen Minderheit, das in Krappitz stattgefunden hat.

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„Es ist schon eine Tradition, dass das Oktoberfest die meisten Besucher anlockte. Es ist auch nicht verwunderlich, weil es immer eine tolle Atmosphäre dort gibt und inzwischen ist es eines der bekanntesten Veranstaltungen der deutschen Minderheit”, sagt Patrycja Karpińska-Uryga. Ein bisschen Schade, dass die hohe Kultur nicht so viel Zuspruch bei den Liebhabern deutscher Kultur findet. Doch das betrifft nicht die Konzerte in Diözesanmuseum. „Diese erfreuen sich immer großer Beliebtheit. Auch diesmal war der Saal voll. Piotr Lempa, Agnieszka Węgrzynowska und unser immer zuverlässiger Oskar Koziołek Götz waren fanstastisch”, sagt Patrycja Karpińska-Uryga.

 

 

Bei den Kulturtagen dürfen Konzerte nicht fehlen.
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Gäste aus Deutschland

Toll fand die Koordinatorin auch die Aufführung der deutschen Theatertruppe Figurentheater Wilde und Vogel. „Es war ein wunderbares Erlebnis und ich würde sie gerne wieder nach Oppeln einladen. Das Stück war traumhaft und man konnte wirklich vor der Wirklichkeit für einen Augenblick flüchten”, fasst Patrycja Karpińska-Uryga zusammen. Nicht so gut besucht war leider das Konzert des deutschen Duos „Flo und Chris”, das eine große Show mit vielen Instrumenten auf die Beine gestellt hat. „Zu betonen ist vielleicht noch, dass zu diesem Konzert auch eine Delegation aus Rheinland-Pfalz angereist war, unter anderem die Vizepräsidentin des Landtages Astrid Schmidt, Janina Rassadin, die Geschäftsführerin des Bereiches Oppeln und Mittelböhmen des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz und Dr. Deniz Alkan, Leiter der Abteilung für Europäische und internationale Zusammenarbeit der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz“, sagt die Koordinatorin. Die Gäste aus Deutschland waren auch bei der Eröffnung der Ausstellung mit dabei, die die Arbeiten (Zeichnungen) zeigte, die von Studenten des Kunstinstitutes der Universität Oppeln und Schülerinnen des Franziskus-Gymnasiums Nonnenwerth (Rheinland-Pfalz) während eines gemeinsamen Kunstworkshops angefertigt worden sind. Die Inspiration waren Großskulpturen von Henry Moore.

 

Während der Gruselgeschichtenstunden konnten sich die Kinder künstlerisch betätigen. Foto: SKGD

Gruselgeschichte sehr beliebt

Zum Abschluss der Kulturtage stellte die SKGD am Dienstag noch ihre neue Publikation vor. In einem Band wurden die Gewinnertexte des 16. polenweiten literarischen Wettbewerbs „In der Sprache des Herzens” veröffentlicht. Zur Präsentation reisten die Gewinner nach Oppeln. Die Präsentation fand in der Oppelner Eichendorff-Bibliothek statt. Zum ersten Mal bereitete die Eichendorff-Bibliothek ein Angebot für Kinder und Jugendliche vor. „Wir haben Workshops über schlesische Gruselgeschichten angeboten. Insgesamt haben über 150 Kinder aus mehreren Oppelner Schulen an den Workshops teilgenommen. Das Interesse überstieg bei Weitem unsere Erwartungen. An manchen Tagen kamen mehr Gruppen als angekündigt. Die Kinder waren auch sehr interessiert an den Geschichten, weil sie das von zu Hause nicht mehr kennen”, sagt Diakon Marek Dziony von der Eichendorff-Bibliothek. In Zukunft will die Bibiliothek das Thema schlesische Gruselgeschichten auch im Rahmen normaler Bibliothekstunden für Jugendliche anbieten. Partner der Deutschen Kulturtage war auch die Österreich-Bibliothek. Się bereitete unter anderem die Ausstellung „Die Welt der schlesischen Eisenbahn” vor. Die Ausstellung ist in der Galerie WuBePe noch bis zum 3. November zu sehen. Und die nächsten Deutschen Kulturtage gibt es wieder in einem Jahr.

 

A. Durecka