Mit dem neuen Schuljahr haben wieder die Deutschen Kinderclubs ihre Arbeit aufgenommen. Die Kinder sind nach der Sommerpause begeistert und wollen mit viel Energie die deutsche Sprache spielerisch lernen.

 

Neben Stöblau und Tost werden neue Deutschklubs in sechs weiteren DFKs veranstaltet.
Foto: Dominika Bassek

 

Die ersten zwei Deutschen Kinderclubs sind im März dieses Jahres in Tost und Stöblau als Pilotprojekt des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit entstanden. Nach den Sommerferien konnten die Kinder in Stöblau die spaßige Deutschstunde kaum erwarten. „Die warten schon darauf wenn Samstag kommt“, meint Sonia Wacław, die Mutter von Fryderyk, aus Stöblau.

Und gleich ging es an Lieder und Spiele, alles in der deutschen Sprache. Dies ist auch das Ziel der Deutschen Kinderclubs – spielerisch für die Sprache und Kultur Deutschlands die Kleinsten ermutigen. Deutsche Kleinkinderclubs unterstützen die Eltern, die ihre Kinder zweisprachig erziehen wollen. Die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren treffen sich zweimal im Monat für einen zweistündigen Unterricht im DFK-Saal. Die Gruppe ist klein, was der Lehrerin einen engen Kontakt mit den Kindern ermöglicht. „In nur ein paar Stunden, als wir die Anmeldungen gesammelt haben, hatten wir die Liste voll und einige Kinder wollten noch dazukommen, aber wir hatten keine freie Plätze mehr“, meint Sonia Wacław.

Was ist der Grund dafür? Die Eltern wollen ihre Kinder nicht nur an die Sprache gewöhnen, aber auch, dass sie regelmäßig mit der deutschen Kultur in Kontakt treten. Und dies in möglichst jungen Jahren. Die Deutschen Kleinkindklubs unterstützen auch diese Eltern, die ihre Kinder zweisprachig erziehen wollen. Daher kamen am vergangenem Samstag auch Eltern zum Treffen im DFK Stöblau. Das Thema war Zweisprachigkeit, deren Einführung ins Alltagsleben und deren Vorteile. „In unserer Region kreuzen sich so viele Kulturen und Traditionen, das bereichert uns. Deswegen ist auch das Erlernen von mehreren Sprachen nur von Vorteil. Dazu müssen wir auch die Eltern nicht ermutigen, weil das ihnen schon bewusst ist. Wir wollen ihnen die Möglichkeiten zeigen, um es noch besser zu Hause zu meistern und Deutsch noch attraktiver zu machen, meint Barbara Chyłka vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit.

Die Deutschen Kinderclubs helfen den Eltern dabei. Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit ist auch offen für neue DFKs, die bei sich solche Klubs für kleine Kinder gründen wollen. Das Projekt wird durch Mittel des Ministeriums für Inneres und Verwaltung finanziert. Wenn die Nachfrage groß wird, werden weitere finanzielle Mittel beantragt, um mehrere Kinderclubs zu gründen. Auf der Internetseite www.haus.pl findet man mehr Infos darüber, wie man einen Antrag stellen kann.

Dominika Bassek