Foto: Piotr Krochmal

25 Mal 60 Minuten – so lang dauerte die längste Deutschstunde  der Welt. Die Organisatoren hoffen auf einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

 

Eine ungewöhnliche Zeit für eine Deutschstunde, Freitagabend um 20:00 Uhr im Goethe-Institut Krakau. 16 Personen pauken 25 Stunden am Stück deutsche Grammatik. Sie wollen den Weltrekord für die längste Deutschstunde aufstellen. „Wir wollen damit zeigen, dass man auch 25 Stunden lang intensiv und mit Spaß Deutsch lernen kann“, sagt Roland Schmidt vom Goethe-Institut Krakau. Und sie wollen es ins Guinness-Buch der Rekorde schaffen.  Der ganze Unterricht wird live auf Facebook übertragen. Familie und Freunde haben sich im Goethe-Institut versammelt und drücken ihren Lieben die Daumen – mit Erfolg. Denn keiner gibt auf. Und das, obwohl laut Vorgaben sechs Teilnehmer aufgeben könnten. Als am Samstag kurz nach 21:00 Uhr der Deutschunterricht zu Ende ist, zeigt sich Deutschlehrer Peter Seraphim überraschend gut gelaunt:  „Es war nicht so anstrengend wie ich gedacht habe“, sagt er und verrät, wie er so lange fit geblieben ist: „Ich habe – außer ein bisschen Obst – nichts gegessen. Denn ich wollte nach dem Essen nicht müde werden. Der Plan ist aufgegangen“, freut sich Saraphim. Ideen für diesen besonderen Unterricht sammelte der Lehrer und Übersetzter schon seit Februar

 

 

 

 

 

 

Für seinen Kollegen und Leiter der Sprachabteilung Roland Schmidt, war das eine gute Gelegenheit, für die deutsche Sprache Werbung zu machen, aber auch für das Goethe-Institut selbst: „Auch wenn es schief gegangen wäre: Die Menschen werden so aufs Deutschlernen aufmerksam gemacht, denn die Medien in Polen und in Deutschland berichteten darüber.“

 

 

 

 

 

 

Das Goethe-Institut in Krakau ist seit 25 Jahren aktiv. Mitte Mai wurde das Jubiläum mit einem glanzvollen Fest gefeiert.

 

 

 

 

 

 

Die längste Deutschstunde der Welt fand in der Nacht von Freitag, dem 26.Mai, auf Samstag, dem 27. Mai, in Krakau statt. Das Video von der Live-Übertragung wurde am Montag an die Kommission der Guiness-Rekorde zur Überprüfung  nach London geschickt.  Das Ergebnis wird nun mit Spannung erwartet.

 

Manuela Leibig