Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Tuesday, July 5, 2022

Durch Tanz zur Freundschaft

Die Jugendlichen besuchten gemeinsam unter anderem Krakau.
Foto: Wal-Nak

Ein deutsch-schlesischer Jugendaustausch, mit der Gruppe Wal-Nak aus Raschau als Gastgeber, ist vor Kurzem zu Ende gegangen. 55 Jugendliche vom Jugendring Neuss, Mitglieder der Jugendfeuerwehr und aus der Gemeinde der Neusser evangelischen Christuskirche sowie oberschlesische Tänzer haben zusammen geübt und sich dabei kennengelernt und sehr gut verstanden.

 

Das letzte Treffen beider Gruppen fand vor vier Jahren statt, als die Tanzgruppe Wal-Nak Nürnberg besucht hat. Dieses Mal waren die Tänzer die Gastgeber und luden die Deutschen nach Węgierska Górka (Woiwodschaft Schlesien) ein. „Das Treffen war sehr fruchtbar in Bezug auf die Integration beider Gruppen. Die ersten Barrieren wurden durch gemeinsame Tanzworkshops gebrochen. Gemeinsame Mahlzeiten und Ausflüge unterstützten das Gefühl der “Einheit” der Gruppe“, sagte Elisabeth Kampa, Leiterin der Tanzgruppe Wal-Nak.

 

Vielfältiges Programm

Im Programm war auch eine gemeinsame Tour nach Wisła, Besichtigung der Brauerei in Saybusch (Żywiec) und Krakau. Viel wurde auch im Bereich der Freizeit gemacht. Es gab Lagerfeuer mit Musik und Gesang und auch zahlreiche Spiele. Eine Aufführung von Wal-Nak und Tanz-Workshops waren dabei natürlich selbstverständlich. Doch die Jugendlichen haben sich auch mit schwierigen Themen auseinandergesetzt, wie die deutsch-polnische Geschichte nach der Vorführung des Films “Schindlers Liste”.

 

Verständigung ohne Probleme

In dieser einen Woche haben sich die Jugendlichen noch besser kennengelernt und ihre sprachlichen, aber auch gesellschaftliche Kompetenzen entwickelt. „Die Jugend kann Deutsch sprechen, aber auch in der deutschen Gruppe gibt es Menschen mit polnischen Wurzeln, die die Polnisch fließend beherrschen“, so Elisabeth Kampa. Gleich nach dem Ende des Aufenthalts der deutschen Gruppe haben Wal-Nak und die Neusser schon nach dem Termin des nächsten Workshops gefragt. Der jetzige war möglich dank der finanziellen Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks.

Dominika Bassek/adur

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