Es wurden viele Erinnerungen wach während der Geschichtsbegegnung, die unter dem Motto “Das Leben schlesischer Familien verankert im Bild und in der deutschen Literatur” vom DFK Bodland (Bogacica) am 12. Mai organisiert wurde.

Neben der Ausstellungseröffnung gab es auch ein deutschsprachiges Programm auf der Bühne.
Foto: Anna Wyrwich

 

 

Der Vorstand des DFK Bodland hat zu diesem Projekt nicht nur Mitglieder der Ortsgruppe, sondern auch die ganze Pfarrgemeinde Bodland eingeladen. Am Treffen nahmen 135 Personen teil. Das Treffen fand im großen Dorfsaal statt, da der DFK nicht genügend Platz in der Begegnungsstätte für alle die Interessierten zur Verfügung hatte.

 

Schlesische Geschichten

„Wir haben eine Ausstellung alter Fotos vorbereitet, die Ausschnitte aus dem Lebens der vier Generationen darstellten. Die Ausstellung weckte großes Interesse des Publikums. Es wurden Erinnerungen wach. Es wurden auch literarische Texte über verschiedene Aspekte des Lebens in Schlesien vorgelesen und dann haben wir darüber gesprochen“, sagte Anna Wyrwich vom DFK Bodland. Die Teilnehmer hörten unter anderem eine Geschichte über den Besuch von Zigeunern in der Umgebung (geschrieben und vorgetragen von Elżbieta Bursy), dann eine Familiengeschichte “Vom Haus zu Haus” über das Schicksal eines ganz besonderen anhand Kleiderbügels (geschrieben und vorgetragen von Teresa Bursy). Man erinnerte sich auch an den ehemaligen Pfarrer aus der Pfarrgemeinde Bodland: Johann Wesolly und daran, welche Rolle er als Seelsorger und Mensch in zwei Staaten: Deutschland und Polen, für die damalige Gesellschaft spielte (ein Text von Anna Wyrwich). „Die Teilnehmer erweiterten ihr Wissen, indem sie eine in hochinteressanter Weise geschriebene Geschichte über eine schlesische Astronomin, Maria Cunitz, gehört haben, die im 17. Jahrhundert lebte (in Form einer Erzählung geschrieben von Milena Zatylna)“, berichtet Anna Wyrwich.

 

 

Neue Mitglieder gewonnen

Schülerinnen der Grundschule in Bodland (Izabela Glomb u. Julia Glomb) trugen deutsche Gedichte vor und Musikschüler (Izabela Glomb, Chantal Olejnik und Oliver Pietrucha) zeigten ihr Können auf ihren Instrumenten: Gitarre, Querflöte und Xylophon. Kinder des Kindergartens in Bodland (unter der Leitung von Klaudia Plewnia und Justyna Dziewińska) präsentierten, was sie in Deutsch gelernt haben in Wort und Gesang, aber auch Tänze und Musikstücke auf Musikinstrumenten. Es wurde betont, dass es wichtig ist, die deutsche Sprache zu pflegen und Traditionen, Wissen und die deutsche und schlesische Kultur weiter an die nächste Generation zu übergeben. Das Treffen war ein voller Erfolg. „Auf die Einladung ein neuer Mitglied oder erneut ein Mitglied der Deutschen Minderheit zu werden, haben uns ein paar Menschen positiv geantwortet“, betonte Anna Wyrwich. Es herrschte eine nette Atmosphäre. Dazu trug auch der deutschsprachige Auftritt der Sängerin Zuzanna Herud bei. Die Versammelten sangen viele Lieder mit. „Das Projekt wurde sehr gut von den Teilnehmer bewertet, was uns sehr freut“, sagt Anna Wyrwich. Es wurde gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat der Bundesrepublik Deutschland. Der Bürgermeister der Gemeinde Kreuzburg hat das Treffen auch mit einer Spende unterstützt. Es wurde organisiert im Rahmen des VdG-Programms „Begegnungsstättenarbeit“.

 

DFK Bodland/adur