Bild: Uwe Hahnkamp

Drittklässler aus drei Schulen mit Deutsch als Minderheitensprache aus dem Kreis Neidenburg (Nidzica) erlebten einen Auftritt der Clowns Flax und Max, die anschließend Briefe von deutschen Schülern überbrachten. „Flaxxini – eine Reise um die Welt“ ist eine Kinderinitiative aus Bad Orb in Hessen.

 

 

Flax und Max kommen auf ihrer Weltreise an die Ludwig-Uhland-Schule in Neu-Isenburg. Die beiden Clowns sammeln Briefe, Basteleien ein, die die Schüler extra vorbereitet haben. Mit vollen Taschen reisen Flax und Max, die im echten Leben Katrin Lachmund und Christian Menzel heißen, in das nächste Land. Dort verteilen sie die Post aus Deutschland und nehmen die Briefe von dort mit nach Deutschland zurück.

 

Neidenburg trifft Neu-Isenburg

 

Ziel des Projekts „Flaxxini“ ist seit sieben Jahren interkulturelle Kompetenzen schon bei Kindern im Alter von acht bis zehn Jahren zu stärken. Vom Beginn der dritten Klasse bis zum Ende der vierten Klasse wird der Briefaustausch ein Mal im Vierteljahr fortgesetzt. Das nächste Land, das die Clowns Flax und Max diesmal bereisen, ist Polen.

 

Aufgeregt nehmen die Kinder aus Schulen in Lahna (Łyna), Ronzken (Rączki) und Neidenburg die Briefe der Schülern der Ludwig-Uhland-Schule in Neu-Isenburg entgegen, die die Clowns mitgebracht haben. „Es tut gut, zu sehen, wie euphorisch die Kinder auf einen Brief aus einem noch unbekannten Land reagieren“, freut sich Christian Menzel über die Früchte seiner Arbeit, „der erste Kontakt ist sehr wichtig.“

 

Schulpartnerschaft wächst

 

Für Gerald Flinner, den Geschäftsführer der Kinderinitiative in Bad Orb, hat eben dieser Austausch eine wichtige Funktion: „Die Kinder bekommen von Gleichaltrigen gezeigt, wie es anderswo ist. Fremdes ist nicht mehr bedrohlich und Vorurteile verschwinden. Damit kann man nicht früh genug anfangen.“ Das Projekt wirkt dabei übrigens auch in die Zukunft: Aus den bisherigen Begegnungen haben sich bereits einige Schulpartnerschaften entwickelt.

 

Das Projekt wurde vom Kultusministerium in Hessen und dem Goethe-Institut Warschau finanziell unterstützt.

 

Uwe Hahnkamp