Die Kirche, geweiht dem Heiligen Johannes der Täufer, in Dobrau bei Klein Strehlitz wurde im Jahre 1867 erbaut. Seitdem ist sie der ganze Stolz der Pfarrgemeinde. Nun erstrahlt sie in neuem Glanz, dank vieler polnischer sowie deutscher Behörden und Institutionen, der deutschen Minderheit, aber auch dank privater Unternehmer, die sich für die Sanierung eingesetzt haben.

 

Die Gedenktafel wurde feierlich eingeweiht.
Foto: Konrad Bassek

 

Vor Kurzem wurde eine Gedenktafel, die Zeugnis und Bestätigung dieser Zusammenarbeit darstellt, feierlich eingeweiht. Die Tafel befindet sich am Eingang der Kirche. Hier wurde zum Abschluss der umfangreichen Renovierungsarbeiten auch eine heilige Messe gefeiert. Anwesend waren Freunde aus der Partnergemeinde Bitburger Land, viele Gemeindemitglieder und geladene Gäste, wie Erwin Filipczyk, der maßgeblich zur Beschaffung von Geldern beigetragen und die Arbeit in der Kirche auf andere Weise unterstützt hat. Die Sanierung kostete 767.338 Zloty.
„Die Sanierung und Renovierung der ganzen Kirche kostete uns eine Menge Geld, wenn man an so eine kleine Pfarrgemeinde wie die unsere denkt. Wenn mir vor drei Jahren jemand gesagt hätte, wir müssten unsere Kirche für diesen Betrag renovieren, hätte ich gesagt, dass das unmöglich ist! Und doch haben wir es geschafft“, sagte Pfarrer Kazimierz Czajka während der Messe.

 

Ein gemeinsamer Erfolg

Nicht nur Gemeindemitglieder waren an der Renovierung der Kirche in Dobrau beteiligt. Die Investition wurde auch von der Gemeinde Klein Strehlitz und dem Krappitzer Landkreis unterstützt. Es war gleichfalls möglich, Unterstützung von der Europäischen Union durch die Gruppe “Bory Niemodlińskie” zu erhalten. Da der Haushalt der Pfarrei durch die früheren Sanierungsphasen stark belastet war, beantragte die Pfarrei über die Partnergemeinde Bitburger Land eine Förderung beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Ohne einen Partner auf deutscher Seite wäre die Finanzierung der Renovierung unmöglich gewesen. Der eingereichte Antrag wurde positiv beschieden und die Gemeinde erhielt eine Förderung in Höhe von fast 50. 000 Euro. Der Bürgermeister des Bitburger Landes, Josef Junk, erwähnte die fruchtbare Zusammenarbeit beider Gemeinden, die den krönenden Abschluss der 20-jährigen Partnerschaft zwischen Klein Strehlitz und Bitburger Land darstellt.

 

Wir können gemeinsam feiern

„Was sie hier getan haben, bleibt in Erinnerung. Wir kommen seit über 20 Jahren zu ihnen und schätzen es sehr. Ich bin froh, dass aus dieser finanziellen Unterstützung so etwas Wunderbares hervorgegangen ist und wir es heute feiern können. Ich habe die Fortschritte dieser Arbeit per Internet verfolgt und gesehen, wie sie sich darum gekümmert haben. Die Gemeinde, das Dorf und die Gesellschaft sind dabei wichtig“, sagte Josef Junk.
Bei der feierlichen Messe war auch Priester Norbert Zawilak dabei, der aus der Pfarrgemeinde stammt und heute in Bitburg tätig ist. „Ich wurde in dieser Kirche getauft, hier ging ich zur Ersten Kommunion, hier war ich viele Jahre Messdiener, hier feierte ich meine Primiz-Messe, meine Vorfahren sind hier auf dem Friedhof beerdigt und ich werde wahrscheinlich auch hier begraben werden. Ich habe alles aus der Ferne gesehen und den Namen Bitburg dabei oft gehört, immer im positiven Sinne. Hier sind die Spuren sichtbar, nicht nur materielle, sondern auch freundschaftliche, die hier bereits fest verankert sind.”

 

 

Dominika Bassek