In Gogolin wurden am 7. November 2017 die Gewinner der Bürgerinitiative bekannt gegeben. Unter den Siegerprojekten war auch der von Krystian Polański, dem Vorsitzenden des DFKs in Gogolin, vorgeschlagene „Park der Dichter-Für Seele, Geist und Körper”. Ende Juli dieses Jahres wurde der Park zur Nutzung freigegeben.

 

Dem schon bestehenden Park an der Krapkowicka Straße in Gogolin neuen Glanz geben – das war die Idee des DFK-Vorsitzenden. Mit 197 Stimmen war der Dichter-Park einer der meist gefragtesten Projekte, der Dritte unter zehn anderen. Beim Sammeln der Stimmen haben alle gern unterschrieben. „Meine Idee war diese Park, und dass man die deutschen Wurzeln der schlesischen Erde auch bei solchen Projekten zeigen kann. Das sind Möglichkeiten, die man positiv nutzen kann. Die Motivation ist für mich ganz einfach die wahre Geschichte zu zeigen und die anderen zu ermutigen, die eigene Geschichte zu erzählen und sie zu zeigen. Wir alle arbeiten für die neuen Bewohner von Gogolin und für die Autochthonen. Das sind die Chancen, die die DFKs nutzen sollen“, sagt Krystian Polański.

 

Vor kurzem wurden die Arbeiten am Park abgeschlossen. Jetzt trägt er die Namen der romantischen Dichter Josef Freiherr von Eichendorf und Adam Mickiewicz. Um jeden Parkbesucher anzusprechen, wurden jeweils ein deutscher und ein polnischer Poet gewählt. Die Lebensläufe beider Männer kann am auf speziellen Informationstafeln lesen und da sie in der deutschen sowie polnischen Sprache vorhanden sind, sind sie für jeden verständlich. Auch einige ihrer Werke kann man in beiden Sprachen nachlesen, u.a. das Gedicht „Heimweh“ von Eichendorf und das Sonett „Für Laura“ von Mickiewicz.

 

Im Park kann man nicht nur Literatur erleben, sondern seine Sinne auch anders schärfen Foto: K. Larysch

 

Neben den Tafeln wurden zwei neue Bänke hingestellt. Sie sind im Stil der Romantik gehalten, damit alles stimmig aussieht. Die Bewohner der Kleinstadt können sich aber nicht nur über die neuen Sitzmöglichkeiten, sondern auch auch über einen Barfuß-Pfad freuen. Es ist der erste in Gogolin und der nahen Umgebung. Das gehen über die verschieden Strukturen wie Sand, Kies oder Rinde soll als Training für die Sinne dienen.

 

Krystian Polański erklärt die Idee für diesen Park: „Da die Gesellschaft Gogolins multikulturell ist, lohnt es sich, dieses kulturelle Erbe aufzunehmen und den Menschen die Urheber der klassischen Literatur näher zu bringen. Bei uns wohnen die Autochthonen der deutschen Abstammung, aber auch die polnischen Zuwanderer, deswegen wollen wir beim Aufbau der Toleranz helfen.“

 

Klara Larysch