Anne war ein deutsch-jüdisches Mädchen. 1934 ist sie mit ihren Eltern und Schwester Margot in die Niederlande ausgewandert. Zu ihrem 13 Geburtstag, am 12 Juni 1942, bekommt Anne ein Tagebuch. In dem Tagebuch schreibt sie was sie erlebt und fühlt. Von der ersten bis zur der letzen Notitz vergehen 781 Tage.

 

Anne Frank war ein richtiges Energiebündel, meint die Hauptdarstellerin Anna Wieczorek.
Foto: D. Panza

 

24 Tage nach dem ersten Eintrag in ihr Tagebuch, versteckt sich die Familie in einem Hinterhaus in Amsterdamm. Anne Frank überlebte den Krieg nicht, doch ihr Vater Otto hat sich bemüht, das Tagebuch zu veröffentlichen. Nun ist das „Tagebuch der Anne Frank” das meist gelesene Buch in den Niederlanden. Das Oppelner Puppentheater hat anhand von Fragmenten dieses Buches ein Theaterstück geschaffen. Die Hauptrolle übernahm Anna Wieczorek, die ab September 2018 im Oppelner Puppentheater arbeitet. „Wir haben zuerst das Buch gelesen, dann wurden leider nur Fragmente ausgewählt, da sich das Stück auch Schüler anschauen sollen, und das Buch sehr detalliert ist”, sagt die Hauptdarstellerin. In der Vorstellung sehen wir die junge Anna, die erwachsen wird, während draußen der Krieg im Gange ist. Doch Angst und Schrecken spielen nicht die Hauptrollen im Stück, sondern das fröhliche Energiebündel Anna. „Anne Frank ist das totale Gegenteil von mir, sie ist eher so eine Pippi Langstrumpf, also musste ich versuchen, mich in sie hineinzuversetzen. Ich musste mir auch überlegen, wie ich die Bewegungen von Anne nachmachen kann, damit es ernergisch herüberkommt und das Bühnenbild nicht umgeworfen wird” sagt Anna Wieczorek.

 

Das Stück wird vom Theater ab dem 13. Lebensjahr empfohlen. Wann man das Stück sehen kann, erfahren Sie auf der Internetseite teatrlalki.opole.pl

 

Manuela Leibig