„Sobald wir uns organisieren konnten, haben wir das auch gemacht. Unser DFK war einer der ersten in unserer Gemeinde“, sagt Hubert Grabowski, Vorsitzender des DFK Kroschnitz. Dass der DFK immer noch besteht, und fast genau so viele Mitglieder hat wie am Anfang, macht den Vorsitzenden stolz.

 

Der DFK Kroschnitz arbeitet mit allen anderen Vereinen im Dorf zusammen. So gibt es immer wieder gelungene Initiativen. Foto: Manuela Leibig

 

 

Aus 460 Mitgliedern zu Beginn, sind jetzt 360 geworden. „Das heißt, wir verzeichnen einen geringen Verlust, im Gegensatz zu dem, was ich von anderen DFKs zu hören bekomme“, so Grabowski, der bei der Jahresversammlung erneut zum Vorsitzenden des DFKs gewählt wurde. „Im neuem Vorstand sind auch drei neue Mitglieder, und sie sind um die 40 Jahre alt, das ist ein gutes Zeichen“, freut sich der Vorsitzende. Doch die Mitglieder bleiben im DFK nicht der Mitgliedschaft wegen. Jedes Jahr gibt es einige Projekte, wie das Generationstreffen, ein Oktoberfest, gemeinsames Pfefferkuchenbacken mit Kindern oder der Weihnachtsmarkt.

 

 

 

 

 

Traum vom Heimatmuseum

Der DFK ist natürlich offen für neue Initiativen. So wurde letztes Jahr im Rahmen des Projektes „Oppelner Region ohne Geheimnisse“ eine Veranstaltung über die lokale Mühle, aber auch andere Mühlen entlang des Flusses Himmelwitzer Wasser (Jemielnica) organisiert. Die Mitglieder des DFKs haben auch im Rahmen dieses Projektes andere Dörfer besucht, denn das Interesse an lokaler Geschichte ist groß. Hubert Grabowski träumt davon, ein Heimatmuseum einzurichten „Was uns fehlt, ist so ein Heimatmuseum. Ein traditionelles, schlesisches Haus, mit alter Ausstattung. Davor Maschinen wie Egge oder Pflug.“

 

 

Natürlich gemeinsam

Viele der Initiativen finden im DFK-Sitz statt, der sich gleich neben der Freiwilligen Feuerwehr befindet. Diese Nähe führt natürlich dazu, bei einigen Projekten mit der Feuerwehr zusammenzuarbeiten. Auch mit dem Frauenverein vor Ort werden gemeinsame Vorhaben realisiert, wie vor Kurzem die Weiberfastnacht. Sonst gibt es im DFK Kroschnitz die selben Probleme wie anderswo: Das Interesse der jungen Generation hält sich in Grenzen. Deswegen denkt sich der DFK immer wieder etwas Neues aus, um an die jüngere und ältere Jugend heranzukommen. Letztes Jahr gab es einen Workshop, bei dem gelernt wurde, wie eine Erntedankfestkrone von Anfang an gemacht wird. „Das ist gar nicht so leicht“, sagt Krystyna Richter, die gemeinsam mit anderen Frauen aus Kroschnitz den Workshop leitete. Der nächste Workshop wird noch vor Ostern stattfinden, hier werden junge Menschen lernen, wie man Eier traditionell kratzt.

 

Manuela Leibig