Im Rahmen der Deutschen Wochen werden unter anderem Tanzgruppen auftreten. Foto: Deutsche Botschaft Kiew.

Im Rahmen der Deutschen Wochen werden unter anderem Tanzgruppen auftreten. Foto: Deutsche Botschaft Kiew.

Deutsche Kulturtage sind offenbar nicht nur eine Domäne der deutschen Minderheit im Oppelner Schlesien. Auch die Deutschen in der Ukraine veranstalten in der kommenden Zeit eine ähnliche Reihe von Projekten, die als die „Deutschen Wochen“ bekannt sind.

 

Zwar ähnelt der Name des Projektes aus dem Oppelner Schlesien dem aus der Ukraine, doch zwei gravierende Merkmale unterscheiden beide Initiativen. Erstens ist der Veranstalter der Deutschen Wochen in der Ukraine nicht die deutsche Minderheit, sondern deutsche Auslandsvertretungen, also die deutsche Botschaft in Kiew sowie die Konsulate. Der andere Unterschied beruht auf der Tatsache, dass die Deutschen Kulturtage in der Woiwodschaft Oppeln schon seit vielen Jahren organisiert werden und dabei zieht die vierjährige Geschichte der Deutschen Wochen in der Ukraine sicherlich den Kürzeren. Doch dies bedeutet nicht, dass sie weniger anspruchsvoll sind.

 

Gestartet sind die Deutschen Wochen schon am 21. September traditionell mit einem Konzert des Ensembles Oberon Trio in der Kiewer Philharmonie. Das Leitthema ist dieses Mal „Urbanität“. Damit wollen die Veranstalter vor allem auf die Vorteile, aber auch Herausforderungen aufmerksam machen, welche die moderne Welt zur Zeit mit sich bringt. Sowohl in Deutschland wie auch in der Ukraine beobachtet man nämlich einen Zuwachs der Rolle von Großstädten und die schrumpfende Bedeutung des Lebens auf dem Land. Zu diesen Schwerpunkten werden Diskussionen sowie Vorträge noch bis zum 3. Oktober stattfinden. Dies bedeutet aber nicht, dass dadurch die Kultur vernachlässigt wird. Zusätzlich bietet der Veranstalter auch Auftritte von Tanzgruppen sowie Konzerte an.

 

Schwierige Themen scheut man bei den Feierlichkeiten nicht, eher im Gegengenteil. Besonders in der schwierigen Situation, in der sich die Ukraine jetzt befindet, seien die Deutschen Wochen „ein sichtbares Zeichen des deutschen Engagements und der Unterstützung“, so der Veranstalter.

 

Łukasz Biły