Rafał Dutkiewicz

Wie schon vor einigen Wochen unsere Zeitung berichtete, erhielt Breslaus Stadtpräsident Rafał Dutkiewicz den Deutschen Nationalpreis. Den Preis widmete er einer – für die Gelegenheit spezifisch – ganz besonderen Person, nämlich seinem Deutschlehrer.

 

„Ich habe das Gefühl, dass dieser Preis für die ganze Stadt ist, doch wenn es ein Preis für mich persönlich sein sollte, dann möchte ich ihn meinem Deutschlehrer widmen und allen Menschen, die helfen, miteinander zu sprechen“, sagte Dutkiewicz während der Preisverleihung, die am 13. Juni in Berlin stattfand. Den Preis erhielt der Kommunalpolitiker für sein besonderes Engagement um die deutsch-polnischen Beziehungen, vor allem durch den Aufbau von Partnerschaften auf verschiedenen Ebenen, auch das ehrenhafte Behandeln des deutschen Kulturerbes in Breslau sei hier ein Faktor gewesen. Einen wesentlichen Beitrag für die gute Zusammenarbeit, die Breslau besonders mit dem Land Brandenburg verbindet, leisteten auch die perfekten Deutschkenntnisse von Dutkiewicz, daher sollte es nicht wundern, dass der Preis von ihm gerade seinem Deutschlehrer gewidmet wurde.

 

Für den Ausgezeichneten selber sei die Auszeichnung „eine höchst politische“, jedoch hat diese Bedeutung des Preises einen positiven Charakter. Dutkiewicz unterstrich, dass „die Deutschen immer wieder versuchen Gesten der Anerkennung und Solidarität an Polen zu schicken“, dies führe nach Meinung des Stadtpräsidenten zu dem Gefühl, dass Deutschland und Polen in ein gemeinsames Europa gehören.

 

An der Verleihung des Deutschen Nationalpreises nahmen insgesamt um die 400 Menschen teil, darunter auch der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler. Die Auszeichnung ist eine der prestigereichsten in der Kariere von Dutkiewicz, denn Preisträger waren auch unter anderem Polens Premierminister Tadeusz Mazowiecki oder der tschechische Präsident Vaclav Havel. Die Laudatio für Dutkiewicz hielt der Präsident des Goethe-Institutes Prof. Dr. Klaus–Dieter Lehmann.

 

Łukasz Biły