Staatspräsident Andrzej Duda (Bildmitte) beim Treffen mit Vertretern der Komunen und regionaler Organisationen im Krappitzer Rathaus
Foto: Jacek Szymczuk/KPRP

 

Anfang letzter Woche besuchte Polens Staatspräsident Andrzej Duda zum wiederholten Mal die Oppelner Region. Wie bei seinem Besuch vor einem Jahr in Groß Strehlitz, sprach er sich auch diesmal für ein offenes Polen aus.

 

Andrzej Dudas Besuch in Krappitz war nur eine Stippvisite, bei der ein Treffen mit den Bewohnern der Stadt im Vordergrund stand. Dabei sprach er u.a. über den Unabhängigkeitsmarsch in Warschau zum Nationalfeiertag am 11. November, bei dem auch fremdenfeindliche Transparente hochgehalten und Rufe zu hören waren. “In Polen gibt es keinen Platz für Ksenophobie, krankhaften Nationalismus und Antisemitismus”, sagte dazu Andrzej Duda.

 

Auf Schlesien und Krappitz sowie die Geschichte der Region bezogen sagte Staatspräsident Duda: “Ich frage nie jemanden, der zu einem Treffen mit mir kommt, woher er oder seine Familie stammte. Ich frage ihn nie danach, ob er Angehöriger des polnischen oder eines anderen Volkes ist. Meine einzige Frage lautet immer, ob er ein loyales Mitglied unserer großen Gemeinschaft, der polnischen Gemeinschaft von Menschen, die die Republik bewohnen, ist. Denn an diese Menschen hat der Präsident Polens nur eine Erwartung, eine Bitte: Dass sie gegenüber dem polnischen Staat loyal sind”.

 

Damit nahm Andrzej Duda Bezug zu den Begrüßungsworten des Krappitzer Bürgermeisters Andrzej Kasiura, der u.a. sagte, dass sich hier die polnischen, deutschen, schlesischesn und ostpolnischen Traditionen vermischten und alle bereicherten. Dank dieser kulturellen Vielfalt habe man gegenseitige Achtung, Respekt und Offenheit gelernt.

 

Neben dem Treffen mit den Einwohnern der Stadt sprach Staatspräsident Duda im Rathaus mit Vertretern der Komunen des Kreises Krappitz. An dem Treffen nahm auch Rafał Bartek als Vertreter der Oppelner SKGD teil.

 

Rudolf Urban

 

Eine Bildergalerie zumTreffen in Krappitz finden Sie hier.