Eine politisch-sportliche Diskussionsrunde zum Thema Fußballschulen. V.l.: Dr. Alexander Schumacher (BMI), der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und Minderheiten, Hartmut Koschyk, der Präsident des Deutschen Fußballbundes Reinhard Grindel, der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Stephan Mayer und Dr. Jörg Bentmann (BMI). Foto: koschyk.de

Mittlerweile gibt es in der Oppelner Region elf „Miro Deutsche Fußballschulen“ und weitere sind in Planung. Doch nicht nur in Oberschlesien werden die Fußballschulen immer beliebter, auch in anderen Ländern wollen die dortigen Organisationen der Deutschen Minderheit dieses Projekt auf die Beine stellen.

 

Die „Miro Deutschen Fußballschulen“ waren Thema eine Treffens von Hartmut Koschyk, dem Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und Minderheiten, und dem innenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Stephan Mayer mit dem Präsidenten des Deutschen Fußballbundes Reinhard Grindel. Dabei ging es einerseits um die bisherige Tätigkeit der „Miro Deutschen Fußballschulen“ in Oberschlesien, die auch vonseiten des DFB unterstützt werden, etwa durch die Bereitstellung von Trainingsmaterialien des Fußballbundes.

 

Export

 

Koschyk und Mayer informierten DFB-Präsidenten Grindel aber auch, dass u.a. bei der Deutschen Minderheit in Rumänien und in der Kirgisischen Republik der Wunsch besteht, mit Unterstützung des DFB und den dortigen nationalen Fußballverbänden, das Konzept der „Miro Deutsche Fußballschulen“ auf diese Länder zu übertragen. Die „Miro Deutsche Fußballschulen“ in Polen profitieren vom Renommee ihres Schirmherrn, des aus Oberschlesien stammenden deutschen Nationalspielers Miroslaw Klose. Ähnlich motivierend könnte daher beispielsweise in der Kirgisischen Republik der aus diesem Land stammende Kirgisistandeutsche Viktor Maier wirken, der in der kirgisischen Fußball-Nationalmannschaft spielt und zur Zeit beim niederländischen FC Emmen unter Vertrag steht. Mit ihm stehe Stephan Mayer bereits in einem intensiven Austausch.

 

Konkrete Schritte

 

Die Selbstorganisation der Deutschen in Kirgistan (Volksrat der Deutschen, VdD), die von dem Vize-Premierminister Valerij Dill geleitet wird, und der Jugendverband der Deutschen in Kirgistan haben bereits Kontakte zum Kirgisischen Fußballverband geknüpft. Auch in Rumänien wird eine Umsetzung des Konzepts der „Miro Deutsche Fußballschulen“ von der Deutschen Minderheit vor Ort und dem Deutschen Botschafter Cord Meier-Klodt unterstützt, wie Hartmut Koschyk auf seiner Internetseite informiert.

 

Die geplante Übernahme des Konzeptes der „Miro Deutschen Fußballschulen“ durch deutsche Volksgruppen in anderen Ländern freut Rafał Bartek, den Vorsitzenden der Oppelner SKGD, die die Fußballschulen koordiniert. „Das zeigt nur, wie richtig es war, Sprache mit Sport zu verbinden. Und wir geben natürlich unsere bisherigen Erfahrungen gern weiter“, sagt Rafał Bartek. Dabei sind aber für ihn nicht nur die Deutschen in anderen Ländern Europas wichtig, sondern auch in Polen. „Wir würden uns freuen, wenn auch bei uns – nicht nur in der Oppelner Region, sondern in anderen Woiwodschaften – solche Fußballschulen entstehen würden, denn hier haben wir noch große Reserven.

 

Wann die ersten Deutschen Fußballschulen bei den Deutschen Minderheiten in Kirgistan und Rumänien sowie in anderen Regionen Polens starten ist heute noch nicht bekannt.

 

Rudolf Urban/koschyk.de