Emilia Wójcik, Mitarbeiterin der Deutschen Bildungsgesellschaft, sprach mit Manuela Leibig über die neue Schulungsreihe für Lehrer, die schon am 30. März beginnt.

 

Emilia Wójcik
Foto: privat

 

 

Eine neue Initiative für Lehrer. Und es ist nicht eine Schulung an einem Nachmittag, sondern gleich eine ganze Schulungsreihe.

Ganz genau. Wir bieten diese dieses Jahr den Lehrern des Faches Geschichte und Kultur sowie des Faches Deutsch als Minderheitensprache an, aber auch denjenigen Lehrern die einfach Geschichte unterrichten hier in der Region. Da bieten wir eine Schulungsreihe an, in der es um die Geschichte Schlesiens geht. Wir möchten den Lehrern die Möglichkeit geben, die Geschichte Schlesiens detailliert kennenzulernen, in dem wir acht Tage planen, an denen wir acht Unterrichtsstunden Schulung anbieten werden. Damit das aber jetzt nicht so klingt, als wäre das so ein Riesending, wo man sich ganz intensiv damit beschäftigen muss, und für nichts anderes Zeit hat: so ist es nicht. Wir planen einmal im Monat uns mit den Lehrern zu treffen. Wir haben schon bei verschiedenen Dozenten, Hochschulprofessoren angefragt, ob sie bereit wären, sich zu jeweiligen Epochen zu äußern, denn wir haben die Geschichte Schlesiens in acht Epochen aufgeteilt, und es kommt immer jemand, der etwas Spannendes zum genannten Zeitraum erzählen kann.

 

 

Das heißt der Schwerpunkt liegt bei Geschichte. Aber ist es nicht so, dass, wenn jemand Geschichte unterrichtet, sie auch vorher gelernt hat?

Stimmt, wenn jemand Geschichte unterrichtet heißt es natürlich, dass derjenige schon Geschichte studiert hat und ganz viel zum Thema Geschichte weiß. Allerdings wollen wir uns hauptsächlich auf die Geschichte dieser Region konzentrieren und wir möchten den Lehrern Beispiele zeigen, an welchen Orten, in welchen Dörfern und Städten vor allem die Epoche präsent ist. Dass sie was haben, was sie den Kindern auch zeigen können. Wir möchten die Teilnehmer der Schulung auch ins Museum hier in Oppeln mitnehmen, zeigen wo welche Ausgrabungen stattgefunden haben, und was da gefunden wurde, deswegen ist es uns wichtig, dass nicht nur Lehrer des Faches Geschichte und Kultur, aber auch Geschichtslehrer dabei sind.

 

 

Verstehe ich das richtig, es ist eine Evolution des Projektes zur Identität aus dem letzten Jahr?

 

Letztes Jahr haben wir im Rahmen des Projektes Didaktische Maßnahmen hauptsächlich mit den Vertretern der deutschen Minderheit über die Geschichte Schlesiens gesprochen, und wir haben damals in acht Landkreisen bei den Schulungen den selben kompakten Vortrag zur Geschichte Schlesiens gehalten. Wir haben aber festgestellt, dass es für die DFK-Mitglieder hilfreich ist, allerdings ist es für die Lehrer etwas zu wenig. Deswegen das neue Angebot für Lehrer, doch für die DFK-Mitglieder wird es auch wieder Schulungen unsererseits geben, im Oktober und November. Doch dieses Mal wird die Thematik bei jeder Schulung anders sein.

 

Warum lohnt es sich bei den Schulungen dabei zu sein?

Außer der Großen Portion Wissen planen wir zahlreiche Arbeitsmaterialien zu den besprochenen Themen vorzubereiten, die direkt in der Schule eingesetzt werden können.

 

 

Die Schulungen werden in polnischer Sprache stattfinden. Anmelden kann man sich bis zum 27. März bei der Deutschen Bildungsgesellschaft oder unter www.dbg.vdg.pl