Über die in Turawa entstehende multifunktionale Sporthalle haben wir bereits anlässlich unseres Gesprächs mit dem Gemeindevorsteher Waldemar Kampa und hier vor dem Hintergrund seiner Entwicklungsvisionen und -pläne für die Gemeinde berichtet. Nun wollen wir das Thema erneut zur Sprache bringen, denn die Baumaßnahme nähert sich rasch ihrem Abschluss und die Fertigstellung ist für den September dieses Jahres vorgesehen.

 

Waldemar Kampa, Vorsteher der Gemeinde Turawa Foto: Sylwia Kołakowska

 

Wie wir erfahren konnten, sollen in der multifunktionalen Sporthalle unter anderem Spielplätze für Handball, Basketball und Volleyball sowie kleine Tribünen für die Zuschauer Platz finden.Zudem sind in der Halle ein Fitnessraum, eine Sauna und alle dazugehörigen Sozialräume einschließlich Duschkabinen geplant. „Ich kann auch versichern, dass die Bauarbeiten an der Sporthalle in Turawa plangemäß verlaufen, es gibt da aktuell keinerlei Verzögerungen. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass die Eröffnung im Herbst dieses Jahres nach dem Gemeinde-Erntefest stattfinden kann. Ob das aber auch exakt so sein wird, muss sich noch zeigen. Vieles hängt dabei auch natürlich von den Abnahmen ab. Wir hoffen, dass es damit keine nennenswerten Probleme geben wird und alles bis zum Schluss nach Plan verläuft”, sagt Waldemar Kampa, Vorsteher der Gemeinde Turawa.

 

Nicht nur für Schüler

Die Arbeiten am Baug sind mittlerweile weit fortgeschritten. So wird die Anlage zurzeit verputzt und in einigen Räumen sind bereits die Wasser- und Abwasserinstallation sowie die Fernheizung fertiggestellt. Auch die Elektriker sind inzwischen in Aktion getreten und montieren die Leitungen. Und draußen sind sämtliche Kanalisationselemente bereits fertig. Dies alles deutet darauf hin, dass auch der Vorplatz demnächst zügig gepflastert werden kann. Anschließend sollen laut der Bauplanung noch Grünanlagen kommen. Kosten soll die multifunktionale Sporthalle in Turawa am Ende fast acht Millionen Zloty, davon werden ca. 50 Prozent (vier Millionen Zloty) vom Ministerium für Sport und Tourismus finanziert. „Ich sehe diese Halle als sehr wichtig für unsere Gemeinde, zumal sie nicht nur unseren Schülern zur Verfügung stehen wird, sondern auch älteren Bewohnern”, betont Gemeindevorsteher Waldemar Kampa. „Nebenbei möchte ich daran erinnern, dass unsere Gemeinde sehr stark auf Tourismus setzt. Wir haben Seen, Wälder und immer bessere Übernachtungsmöglichkeiten, da ist es also nicht verwunderlich, dass es uns daran gelegen ist, dass Sportvereine, Mannschaften und einzelne Sportler zu Trainingslagern zu uns kommen und sich bei uns, auch und gerade in unserer Halle, auf die Saison, auf Wettkämpfe und verschiedene Meisterschaften und Turniere vorbereiten.” Wenn das geschieht und auch bekannte Klubs oder Sportler kommen, dann wird dies zu einer ausgezeichneten Werbung für die Gemeinde Turawa, für ihr touristisches Potenzial und natürlich auch für die multifunktionale Sporthalle selbst.

 

Wie gerufen

„In diesem Bewusstsein wurde uns klar, dass wir eine professionelle Sporthalle mit allem Drum und Dran brauchen. Und eben daraus resultiert dieses Vorhaben, das meines Erachtens umso nützlicher ist, als es in der Gemeinde Turawa eine solche Anlage zuvor nicht gab”, so der Gemeindevorsteher. „Unsere Jugendlichen aus einer nahegelegenen Schule trainierten bisher in einem kleinen Saal, der eigentlich nicht dafür geeignet ist. Sobald die neue Anlage gebaut ist, wird die alte nur noch als Verbindungsgang dienen, über den die Schüler sich zwischen der Schule und der neuen Halle bewegen werden.” Parallel zur Errichtung der neuen Sportanlage hatte die Gemeindeverwaltung übrigens beschlossen, die örtliche Caritas-Station dorthin zu verlegen. Diese befindet sich derzeit in einem kleinen Gebäude in Klein Kottorz, das leider nicht einmal eine behindertengerechte Auffahrt hat. „Deshalb wollen wir in der Halle auch Räumlichkeiten für die Caritas erübrigen, damit diese dort u.a. ihrer Rehabilitationstätigkeit nachgehen kann. Wir werden alles so machen, dass behinderte Menschen, speziell solche mit Bewegungsproblemen, nicht die geringsten Schwierigkeiten haben, in das Gebäude zu gelangen”, unterstreicht Gemeindevorsteher Kampa sorgenvoll. Ein Wermutstropfen ist für manch einen zwar sicherlich, dass die multifunktionale Sporthalle in Turawa nicht schon vor dem bevorstehenden Sommerferien ihrer Bestimmung übergeben wird. Andererseits aber gibt es in Turawa im Juli und August ja eine Menge Attraktionen und auch viele Möglichkeiten, seine Freizeit sportlich zu verbringen. Und später, mit dem Schuljahresbeginn Anfang September sowie im Oktober und auch danach, wenn das Wetter nicht mehr so gut ist, wird die dann bereits eröffnete multifunktionale Sporthalle wie gerufen kommen.

 

Krzysztof Świerc