Die Einweihung der Gedenktafel in Malapane
Foto: D. Bassek

Die eiserne Hängebrücke in Malapane ist ein Symbol der Stadt. Sie wurde im Jahre 1827 erbaut und gilt als eine der ältesten Hängebrücken auf dem europäischen Festland. Am 16. September wurde der 190. Jahrestag der Kettenbrücke gefeiert.

 

 

In der Nachkriegszeit war die Hängebrück für Touristen unzugänglich und konnte nicht mal fotografiert werden, da sie auf dem Hüttengelände stand. Doch ab dem Jahr 2009, als die Renovierung der Brücke begann, wurde auch die Kenntnis der Bewohner darüber größer”, meint Tomasz Józef Juros der Vorsitzender des Malapanetalvereins. Die Sanierung der Kettenbrücke in Malapane war auch ein Thema einer internationalen Konferenz, die am Wochenende in Malapane stattfand. Das 5. Internationale Treffen der Freunde des Eisenkunstgusses hat Experten, Wissenschaftler, Sammler, Künstler und Museumsverantwortliche aus verschiedenen Ländern Europas zusammengebracht. Der Einfluss der Königlichen Hütte in Malapane auf die Industrialisierung Schlesiens war auch ein Thema der Konferenz. „Die eisenschaffende Industrie nahm mit der Einverleibung Schlesiens in das Preußische Reich ihren Anfang. Durch Friedrich den Großen wurden neue wirtschaftliche Impulse gegeben und es wurde eine neue wirtschaftliche Nachfrage ausgelöst. Bis dato gab es in Schlesien keine strukturierte Eisenschaffende Industrie”, sagte Stephan Kaiser, Direktor des Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen. Es war aber nicht nur die Arbeit in der Hütte, die Menschen nach Malapane lockte. Mit der Eisenindustrie entwickelte sich eine ganze Stadt mit vielen Siedlungen. Um an die goldenen Zeiten der Hütte und Stadt zu erinnern, bereitete der Malapanetalverein den „Tage der Brücke und des Gusseisens“ vor. Als Erinnerung an den runden Jahrestag wurde in der Nähe der Kettenbrücke eine Gedenktafel errichtet.

Dominika Bassek