Dass es sich in der Gemeinde Krappitz gut und sicher leben lässt, ist schon lange kein Geheimnis oder Überraschung mehr. Dies ist weitgehend auch dem Bürgermeister Andrzej Kasiura zu verdanken, der immer wieder sagt: „Dass es bei uns gut zugeht, heißt noch lange nicht, dass es nicht noch besser werden könnte”. Und dass es hier nicht bei Worten bleibt, zeigt sich sehr nachdrücklich daran, dass stets neue Investoren just in dieser Gemeinde ihre Firmen aufbauen wollen, so etwa zuletzt in der Gegend von Dombrowka an der Oder.

In der Gemeinde Krappitz wird der Lebensstandard immer höher – für viele inzwischen auch kein Wunder.
Foto: www.krapkowice.pl

 

Auch und gerade deshalb will die Gemeinde Krappitz die Zufahrtswege zu Grundstücken ausbauen sowie neue bauen. Um dies so schnell wie möglich zu bewerkstelligen, verhandeln die Gemeindeväter bereits über Investitionsbedingungen mit zwei Großunternehmen, die sich in der Wirtschaftszone an der Autobahn A4 ansiedeln wollen. Einzelheiten dieser Gespräche kennen wir noch nicht, da diese hinter verschlossenen Türen verlaufen. Inoffiziell aber weiß man – wovon lokale Medien bereits zuvor berichteten –, dass einer der Investoren in der Lebensmittelbranche tätig ist und daran interessiert ist, bis zu vier Hektar große Hallen auf einem Grundstück von ca. 15 ha zu bauen. Sollte die neue Betriebsstätte tatsächlich entstehen, könnten dort mehrere Dutzend Menschen eine Anstellung finden.

 


Neue Straßen in der Zone


In der jetzigen Phase der Gespräche verhandelt die Gemeinde Krappitz nach eigenen Angaben vor allem mit Investoren, die an Investitionsflächen in der Wirtschaftszone interessiert sind. Dabei haben die zuständigen Gemeindebeamten ein erhöhtes Interesse an eben solchen Grundstücken erkannt, weshalb man die Wirtschaftszone nun folgerichtig noch attraktiver machen will. In diesem Zusammenhang plant die Gemeinde Krappitz den Ausbau einer der vorhandenen Straßen und den Bau eines neuen Weges in der Zone, denn die Investitionen werden die Zufahrt zu Grundstücken in der Gesamtgröße von einigen Dutzend Hektar eröffnen. Die neuen Wege sollen eine erhöhte Tragfähigkeit haben, um den Lkw-Verkehr aufnehmen zu können. Sie werden auch über eine Oberflächenentwässerung verfügen, unter der Straße sollen jeweils eine Schmutzwasserkanalisation und Wasserleitung verlaufen und hinzu kommt natürlich auch die entsprechende Beleuchtung. Um das Vorhaben zu einem glücklichen Abschluss zu führen, hat die Gemeinde Krappitz im diesjährigen Haushalt 1,5 Millionen Zloty dafür eingeplant. Zwar muss man bis zum nächsten Jahr noch weitere 3,5 Millionen Zloty zuschießen, doch das gesamte Projekt wird von der Europäischen Union mit mehr als fünf Millionen Zloty mitgetragen. Damit mag der Investitionsaufwand recht hoch erscheinen, stimmt die Gemeindeverwaltung zu.

 

 

Wie der Herr, so’s Gescherr”

Doch die Investition werde sich innerhalb der kommenden Jahre ganz gewiss auszahlen, und zwar vor allem aus Steuereinnahmen von den zu entstehenden Firmen. Von daher ist es fest zu erwarten, dass die Gemeinderäte die Investition noch in diesem Monat absegnen werden. Zum Abschluss sei erwähnt, dass nach jüngsten Daten des Kreisarbeitsamtes Krappitz aus dem Monat Februar dieses Jahres die Arbeitslosigkeit im Landkreis derzeit knapp sechs Prozent beträgt. Dies bedeutet, dass die nun vergangene Winterzeit nicht wesentlich zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen in der Gemeinde beigetragen hat. Dies ist erfreulich, denn in den vergangenen Jahren nahm die Zahl der Arbeitssuchenden nach dem Winter jeweils erheblich zu. Jetzt war es geradezu umgekehrt: Es waren vielmehr die Krappitzer Arbeitgeber, die nach Arbeitskräften suchten und auch weiterhin suchen. Dabei richten sich die meisten Stellenangebote an Fachkräfte wie Schweißer, Schlosser, Lkw-Fahrer oder auch Köche. Auch in der Gastronomie nämlich liegen in der Gemeinde Krappitz sehr viele Offerten vor. Ganz nach dem Sprichwort: „Wie der Herr, so’s Gescherr”!

 

 

Johann Engel