Das Amphitheater in Osterode war auch in diesem Jahr Schauplatz des Ostpreußischen Sommerfestes, das diesmal von der Landsmannschaft Ostpreußen organisiert wurde. Nach dem offiziellen Teil die Chöre und Tanzgruppen der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren ihr Können vor.

Die Jugendlichen der Theatergruppe „Spiegel“ aus Heilsberg schunkeln mit.
Foto: Uwe Hahnkamp

 

Ab 10 Uhr strömten die Gäste, begleitet von den Klängen des Städtischen Blasorchesters von Osterode, ins Amphitheater. Begrüßt wurden sie nach einem ökumenischen Gottesdienst vom Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen Stephan Grigat, der sich in seiner Rede auf die Liebe zur Heimat konzentrierte. Er betonte, dass die Liebe zur Heimat niemanden ausschließe, sondern die hier Gebliebenen und die neu Gekommenen verbinde.

 

 

Städtepartnerschaft, Flüge und Auszeichnung

Für die Stadt Osterode war Vizebürgermeister Norbert Gesek gekommen, da Bürgermeister Czesław Najmowicz zur Unterzeichnung der Fortsetzung der Partnerschaft nach Osterode am Harz gefahren war. Den Wert solcher Kontakte unterstrich auf Deutsch und Polnisch Wiktor Marek Leyk vom Marschallamt der Woiwodschaft Ermland-Masuren und erwähnte die neuen Flüge vom Flughafen Olsztyn-Mazury nach Deutschland, die bei diesen Aktivitäten helfen. Bernard Gaida, der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Gesellschaften in Polen, nutzte die Gelegenheit, den Anwesenden seinen neuen Stellvertreter Michał Schlueter aus Neidenburg vorzustellen. Am Ende des offiziellen Teils wurde Klaus Brähmig, dem ehemaligen Vorsitzenden der parlamentarischen Gruppe für Vertriebene, Aussiedler und deutsche Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im deutschen Bundestages, das Goldene Ehrenzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen verliehen. In seiner Dankesrede konzentrierte sich Brähmig auf Schloss Steinort, das als historischer Ort und deutsch-polnisches Projekt großen Eindruck auf ihn gemacht hatte.

 

Die Regionaltanzgruppe „Saga“ aus Bartenstein bei ihrem Auftritt.
Foto: Robin Hahnkamp

 

Tanz und Gesang

Zu Beginn des kulturellen Teils zeigten die jungen Tänzer von „Saga“ einmal mehr, wie gut sie sind. Es folgten die Chöre und Gesangsgruppen der deutschen Gesellschaften in Heilsberg, Osterode, Lötzen, Neidenburg und Peitschendorf als Ortsgruppe von Sensburg. Aus Königsberg waren die Tanzgruppe „Bernsteinblumen“ und die Kindergruppe „Zarjana“ gekommen, die mit russischen und bayerischen Melodien weitere Farben ins Sommerfest brachten. Der künstlerische Teil des Sommerfests endete mit einem Auftritt von Monika Krzenzek und dem Chor aus den Gästen von der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der Landsmannschaft Ostpreußen. Seit 27 Jahren, seit dem ersten Sommerfest, kommen Gruppen von dort unter Leitung von Manfred Schukat und singen und feiern mit, bis ,wie auch in diesem Jahr, mit dem Ostpreußenlied die Veranstaltung zu Ende geht.

 

 

Uwe Hahnkamp