Nach mehr als zwei Jahrzehnten des Wartens ist das Schloss Schönwitz in der Gemeinde Dambrau nun erneut für Besucher geöffnet. Möglich wurde dies dank des großen Bemühens des Dambrauer Gemeindevorstehers Marek Leja und des Zweckverbandes „Dąbrowskie Skarby“ (Die Dambrauer Schätze). Die Öffnung der Türen des denkmalgeschützten Bauwerks, das heute in staatlichen Besitz ist und vom Landratsamt Oppeln verwaltet wird, war ein Volltreffer. So haben in nur zwei Tagen hunderte Gäste das barocke Schloss besucht und wurden dabei von Mitgliedern der „Dambrauer Schätze“ durch die Anlage geführt.

Erster von links Marek Leja, Gemeindevorsteher von Dambrau, rechts der Oppelner Landrat Henryk Lakwa
Foto: www.gminadabrowa.pl

Die Zugänglichmachung des Schönwitzer „Juwels“ für Besucher bot auch die Gelegenheit zu einem Picknick. Das Programm füllten dabei Solistinnen des „Studio Piosenki“ (Lieder-Studio), die Kabaretttruppe PAH, Majoretten, das Gemeindeblasorchester sowie Vorschulkinder aus Schönwitz. Es gab auch Vorführungen des Schmiedehandwerks, der Magie und der Feuerwehr und wer wollte, konnte eine Britschka(Kutschen)-Fahrt machen, regionale Produkte kaufen oder auch heimische Speisen kosten. Viele Attraktionen gab es auch für die jüngsten Teilnehmer des Picknicks, darunter Spiele und Unterhaltung mit Animateuren sowie eine kostenlose aufblasbare Rutschbahn. Erwachsene wiederum konnten sich bei einer Tanzveranstaltung entspannen. Organisiert wurde das Fest von der Schönwitzer Ortsverwaltung mit Dorfbürgermeister Józef Gerc, den „Dambrauer Schätzen“, der Gemeinde Dambrau und dem Dambrauer Gemeindezentrum für Kultur und Freizeit.

 

 

Es geht gut seit Jahren

Das ist aber noch nicht alles – und dass in der Gemeinde Dambrau mit ihrem überaus tüchtigen und sehr charismatischen Gemeindevorsteher Marek Leja schon seit Jahren viel Gutes geschieht, zeigt sich nicht zuletzt an Schönwitz. So sind dort soeben Straßeninvestitionen getätigt worden, darunter wurde ein Gehsteig an der ul. Dąbrowska seiner Bestimmung übergeben und eine neue Straße (ul. Leśna) gebaut. Der Umbau einer Zufahrtsstraße zu landwirtschaftlichen Nutzflächen kostete fast 590.000 Zloty! Die Gemeinde Dambrau besorgte sich dafür eine Teilfinanzierung in Höhe von 250.000 aus dem Oppelner Woiwodschaftshaushalt im Rahmen der Mittel für den Schutz landwirtschaftlicher Nutzflächen. Den Rest – genau 339.000 Zloty – brachte die Gemeinde Dambrau als Eigenleistung auf. Zum Arbeitsumfang gehörte das Fräsen der Straße und die Herstellung des Kofferbettes sowie die Reinigung der vorhandenen Betondurchlässe und Gräben, die Auffüllung der Randstreifen mit Zuschlagstoff sowie die Härtung der Straßendecke mit Gestein. Zusätzlich wurde auf einem über 600 Meter langen Straßenabschnitt ein sog. Asphaltteppich verlegt.

 

 

Lang erwartete Maßnahmen

Insgesamt wurden 1.600 Meter Straßen umgebaut – die ul. Leśna und ein Straßenverbinder zwischen ul. Leśna und ul. Szkolna. Die offizielle Nutzungsübergabe der Straße und symbolische Banddurchschneidung erfolgte durch den Dambrauer Gemeindevorsteher Marek Leja, den Schönwitzer Dorfbürgermeister Józef Gerc und Szymon Ogłaza von der Oppelner Woiwodschaftsregierung. Beim Picknick in Schönwitz wurde den Bewohnern auch eine zweite Investition – ein Gehsteig an der ul. Dąbrowska – zur Nutzung übergeben. Die Aufgabe an der Kreisstraße Nr. 1761 ist vom Landratsamt Oppeln realisiert worden. In diesem Rahmen wurden mehr als 800 Meter Gehsteig mit Oberflächenentwässerung gebaut. Die Fahrbahn wurde zudem verbreitert und eine asphaltierte Fahrspur für Radfahrer markiert. Überdies sind zwei Parkplätze und eine Bushaltebucht entstanden. Insgesamt belief sich die Investition auf 950.000 Zloty. Ihren Beitrag dazu hat auch die Gemeinde Dambrau geleistet, indem man ein Projekt finanziert und Wasserleitungen erneuert hat. Die finanzielle Unterstützung lag bei 33.500 Zloty. Die lang erwartete Investition nahm im Namen seiner Mitbewohner der Schönwitzer Dorfbürgermeister Józef Gerc ab. Die Übergabe des neuen Gehsteigs erfolge durch den Oppelner Landrat Henryk Lakwa und den Dambrauer Gemeindevorsteher Marek Leja.

 

Johann Engel