Jüngsten Untersuchungen zufolge ist Krappitz ein Ort, an den nicht nur immer mehr Menschen zurückkehren und eine Familie gründen – viele können dort auch ihre beruflichen Ambitionen verwirklichen. Mehr noch, es ist eine der wenigen Städte im Oppelner Land, die nahezu einen grünen Punkt auf der Erwerbsmigrationskarte darstellt! Dass dies durch Studien belegt ist, betonte beim 8. Wirtschaftsforum der Professor für Wirtschaftswissenschaften Romuald Jończy. Für dieses hohe Potenzial seien, so sagte er, die Lage der Gemeinde sowie die soziale Infrastruktur und gute Lebensqualität die entscheidenden Faktoren.

Bürgermeister Andryej Kasiura (steht) sprach beim Krappitzer Wirtschaftsforum wie ein ausgewiesener Manager u.a. über die Vorzüge der Stadt Krappitz
Foto: www.krapkowice.pl

Über Vorzüge der Stadt Krappitz und Möglichkeiten einer unternehmerischen Selbstverwirklichung dort sprach beim 8. Krappitzer Wirtschaftsforum auch der Bürgermeister von Krappitz Andrzej Kasiura. Der oberste Gemeindeverwalter verwies mit Blick auf investitionsstarke Unternehmen in der Gemeinde u.a. auf Meblosoft, das zurzeit eine Fertigungshalle für Polstermöbel baut, und die PIOMAR Sp. z o.o. mit ihrem aktuellen Logistiklagerbau; die POM SP. z o.o. errichtet derzeit eine Produktionshalle, die Multiserwis Sp. z o.o. erstellt zur Erhöhung ihres Potenzials ein neues Bürogebäude und Eko Probud Bartosz Szczepanek entwickelt ein innovatives Produktionslabor für Bitumenmassen.

Niedrigste Steuern landesweit

Bürgermeister Kasiura erwähnte auch den aktuellen Lager- und Kühlhausbau der Firma Paul Schockemöhle an der ul. Transportowa. Hinzu kommt bald der neue Firmensitz des Landmaschinenbauers Suchy. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden zudem bereits in Kürze die Bauarbeiten an einer neuen Produktionshalle, einem Logistiklager und einer Bauchemiefabrik beginnen. Die vorerwähnten Unternehmen wurden nicht zufällig genannt, denn sie gehören zu denjenigen, die für die wirtschaftliche Kraft und Entwicklung der Gemeinde Krappitz bestimmend sind. Um allerdings noch weitere Investoren auf ihren Grund und Boden holen zu können, darf die Kommune nicht passiv bleiben. Die Präsentation des Bürgermeisters Kasiura enthielt daher auch Informationen über die Senkung der Verkehrsmittelsteuer durch die Gemeinde Krappitz bis auf die niedrigste im Lande sowie über Vergünstigungen bei Immobiliensteuern!

Hervorragender Effekt

Über das Luftqualität-Monitoring berichtete anschließend der stellvertretende Krappitzer Bürgermeister Andrzej Brzezina. Wie er erinnerte, war das Problem der Luftverschmutzung ein Hauptthema beim vorjährigen Wirtschaftsforum gewesen. Nach diesem Treffen, bei dem auch Krappitzer Unternehmer zugegen waren, hatte die Gemeinde eine polenweit einmalige Monitoring-Finanzierung beantragt. Der Effekt ist hervorragend. Inzwischen ist es für die Bewohner der Gemeinde möglich geworden, die Luftqualität zu überprüfen, ohne die eigene Wohnung verlassen zu müssen. Es genügt, die Internetseiten powietrze.krapkowice.pl oder krapkowice.pl zu besuchen. Eine eigene Präsentation beim 8. Krappitzer Wirtschaftsforum hatten auch Roland Wrzeciono, Direktor des Oppelner Zentrums für wirtschaftliche Entwicklung (OCRG) – er sprach über Möglichkeiten eines Zugriffs auf externe Mittel – sowie Vertreter der örtlichen Bankfiliale der PKO Leasing, beides also Institutionen, die für einen Unternehmer von großem Nutzen sind.

Zusammenarbeit vertiefen

Resümierend sei festgestellt, dass die alljährlichen Unternehmertreffen der Gemeinde Krappitz nicht zuletzt eine großartige Plattform für Erfahrungsaustausch sind. Denn an einem Ort stellen dann jeweils mehrere Dutzend Investoren ihre Pläne, Ziele, Potenzial und Entwicklungsvisionen, aber auch die beim Investieren vielfach anzutreffenden Probleme vor. Um diesen wirksam zu begegnen, haben die kommunalen Selbstverwalter vom Krappitzer Stadt- und Gemeindeamt einen Investorendienst eingerichtet.

Beim Abschluss des 8. Krappitzer Wirtschaftsforums dankte die Gemeindeverwaltung den anwesenden Unternehmern und Vertretern von unternehmensfördernden Institutionen und äußerte die Hoffnung, dass die regelmäßigen Treffen die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und lokalen Unternehmen vertiefen sowie dazu beitragen werden, das gute Entwicklungsklima in der Gemeinde aufrechtzuerhalten.

Krzysztof Świerc