Kommentar

Als Pressevertreter erhalte ich allwöchentlich den Terminkalender vom Oppelner Marschall und seinen Vertretern und stelle immer wieder erstaunt fest: Steht beispielsweise ein Termin bei den Polnischen Kombattanten an, so nimmt diesen Marschall Józef Sebesta höchstselbst wahr, zu einer Veranstaltung einer zweisprachigen Schule hingegen (die Wettquoten stehen hier sehr niedrig) fährt einer der deutschen Marschälle Józef Kotyś oder Andrzej Kasiura. Vielleicht der beste Beleg dafür, dass die Nationalitäten der Region entgegen aller Sonntagsreden doch nicht so integriert sind wie gerne behauptet wird. More...

z ukosa

Dobrzeń-TOR

Festwial MN

Grimmnacht

Umowa Japończycy

biskup nominat

słowniczek

Durchsetzungsvermögen, das    siła przebicia
durchleuchten    przejrzeć kogoś
Feldbett, das    łóżko polowe
Flaute, die    zastój, stagnacja    
Sommerloch, das    sezon ogórkowy
Hängematte, die    hamak
jdn. herunterputzen    zbesztać kogoś
Selbstbeherrschung, die    samokontrola
Soft Skills, die    kompetencje socjalne

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parat haben    oferować, dysponować
bemüht sein    starać się
schwärmen für jemanden    podkochiwać się w kimś
sich die Seele aus dem Leib weinen    wypłakiwać się
peinlich    żenujące, zawstydzające
Erschütterung, die    wzburzenie
variieren    różnić się, zmieniać
günstig        tanie
feilen    dopracowywać, szlifować
scheitern    zawieść, nie udać się
vermasseln    zawalić
wissen wie der Hase läuft    wiedzieć jak coś działa, funkcjonuje

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verbreiten    rozpowszechniać
wie im Flug vergehen    szybko mijać
Anhang, der    załącznik
mitschleppen    wlec ze sobą
Rudel, der    wataha
ausroten    wytrzebić
spucken    pluć
überfluten    zalać
Höllenmensch, der    jaskiniowiec
Anwesenheit, die    obecność
von etwas Gebrauch machen    skorzystać z czegoś
zurechtfinden, sich    odnaleźć się
promovieren    doktoryzować się

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Musikgeschmack, der    gust muzyczny
rauspicken    wybrać
beeindrucken    robić wrażenie, imponować
vetrauenswürdig    godni zaufania
berücksichtigen    uwzględniać
einzigartg    wyjątkowy, jedyny w swoim rodzaju
ergattern    zdobyć
Gewächshaus, das    szklarnia
Fließband, der        taśma
begünstigen    uprzywilejować    
Bürgschaft, die    rękojmia
aufheben    zawiesić

Internetradio

Chopin war eine Episode in seinem Leben E-mail

Joseph Xaver Elsner, ein brillanter Musiktheoretiker, Komponist und Pädagoge

Für gewöhnlich kennt man ihn als Lehrer von Chopin. Aufgrund seiner Rolle für das Musikleben Polens, des auf Europas Landkarte nicht existenten Staates, sieht man ihn hierzulande als einen Polen. Für die Deutschen hingegen ist Joseph Elsner aus Grottkau ein deutscher Komponist gewesen. Würde Elsner heute leben, so würde sein Schaffen vermutlich als übernational gelten.


Dass sich Joseph Elsner entschieden mehr um die polnische Musik verdient gemacht hat, ist allerdings unbestritten wahr. So war er fast ein Vierteljahrhundert lang, bis 1824, Intendant und Dirigent der Oper am Warschauer Nationaltheater und leitete dort später auch die neu eröffnete Hauptschule für Musik. Doch bereits zuvor, im Jahr 1805, war er, gerade  im preußisch besetzten Warschau heimisch geworden, im dortigen Verein der Wissenschaftsfreunde aktiv.

Haydn und Mozart waren musikalische Vorbilder

Geboren wurde Joseph Xaver Elsner am 1. Juni 1769 in Grottkau in der Löwenstraße neben dem Löwen-Tor (heute ul. Elsnera am Brama Lewińska).  Sein Vater Johann Elsner war Tischler und reparierte u.a. auch   Musikinstrumente, spielte auf der Harfe und sang. Seine Mutter Anna Barbara geb. Matzke war die Tochter eines Musikinstrumentenbauers aus Glatz. Die Eltern bemerkten früh das Interesse Josephs für die Geige. Am  Gymnasium der Dominikaner in Breslau konnte er seine Stimme und das Geigenspiel üben und durfte auch unter dem wachsamen Auge von Lehrern wie Dreiritter, Hainisch und Maar komponieren. Er war erst 13, als in der Breslauer Adalbert-Kirche seine Motette „Ave Maria gratiae plena” aufgeführt wurde. Nach dem Abitur nahm er in Breslau ein Studium der Theologie auf. Als 1789 sein Vater starb, begann er ein Musikstudium in Wien und erhielt dafür ein Stipendium aus Grottkau. Wien war damals das Musikzentrum Europas und vielleicht sogar der Welt, dort ließ sich Elsner von Haydn und Mozart für immer ins „Getriebe der Musik“ ziehen. Nach zwei Jahren brach er sein Musikstudium an der Donau ab und übernahm den Posten als erster Orchestergeiger in Brünn. Ein Jahr später, 1792, wurde Elsner für sieben Jahre zum Kapellmeister eines Theaterorchesters im galizischen Lemberg verpflichtet. Dort kamen seine in deutscher Sprache getexteten Opern „Die seltenen Brüder” und „Der verkleidete Sultan” zur Aufführung. Auch seine „Karnevalstänze“, ein Werk für vier Stimmen, Chor und Orchester, entstand in Lemberg. 1799 ließ er sich auf Zureden von Wojciech Bogusławski, Schöpfer der polnischen Nationalbühne, nun für ganze 55 Jahre in Warschau nieder.

„Ein äußerst begabter Schlesier”,


schrieb der deutsche Kritiker Johann Herrmann einmal über Elsner. Bogusławski soll ihn bereits 1795 so eingeschätzt haben. Als der künftige Verfasser von allein 30 Messen in Warschau eintraf, war er 30 Jahre alt. Das Musikleben in der ehemaligen polnischen Hauptstadt stand unter dem in Lemberg und Krakau, ganz zu schweigen von Dresden, Berlin oder Wien. Der fleißige, „äußerst begabte Schlesier” fand dort vollen Freiraum für seine kreative und organisatorische Entfaltung. „Er komponierte für gewöhnlich bereits vor dem Frühstück, dann lehrte und dirigierte er, in seiner Muße redigierte er das Periodikum ,Wybór pięknych dzieł muzycznych i pieśni polskich’ (Schöne polnische Musikwerke und Lieder), schrieb für die Leipziger „Allgemeine Musikalische Zeitung” und erforschte die polnische Folklore”, schrieb Hans Jakob über Elsners Alltag.


Die interessantesten folkloristischen Motive verarbeitete er zu Opern, von denen er insgesamt über dreißig komponierte. Die Masurka „König Ellenlang” (Entstehungsjahr 1818) wurde Jahre später von Oskar Kolberg als Volkslied „Dwie Marysie spotkały się“ niedergeschrieben. Zuvor entstanden „Andromeda” (1807) und „Leszek Biały” (1809). In Warschau schrieb er zwei deutsche Werke für 4 Stimmen, Chor und Orchester, und zwar „Lob der Buchdruckerkunst” und „Cantate zum Jubeln”.


Im Jahr 1802 heiratete Joseph Elsner die bekannte Sängerin Karolina Drozdowska. Sie war die zweite Ehe des Komponisten. Seine erste Frau Klara Abt, die er im Jahr 1796 geehelicht hatte, war eineinhalb Jahre nach der Heirat verstorben. Seine Arbeit setzte Elsner nahezu bis an sein Lebensende am 18. April 1854 fort. Beim Begräbnis auf dem Powązki-Friedhof hieß es allseits, er habe das Musikschulwesen in Warschau ausgestaltet.

Chopin, ein Musikgenie

Zum offiziellen Schüler Elsners wurde Frédéric Chopin 1822, als er ein Kompositionsstudium an der Hauptschule für Musik belegte. Joseph Elsner lehrte den späteren großen Komponisten auch privat in dessen Haus; er war des Öfteren bei den Chopins, so die Biografen. Die Musikkritik des 19. Jahrhunderts waren sich einig: Der „äußerst begabte Schlesier” aus Grottkau habe „die Anfänge der künstlerischen Karriere des jungen Chopin wesentlich beeinflusst“. In der musikalischen Obhut von Meister Elsner blieb Chopin bis 1829. Die letzte Note, die der Lehrer aus Grottkau dem Autor von Klavierkonzerten F-Moll und E-Moll in die Akten der Hauptschule für Musik schrieb, lautete: „Besondere Begabung, musikalisches Genie”. Elsner gehörte zu denjenigen, die am 23. November 1830 Chopin verabschiedeten, als dieser für immer Warschau verließ. Für den Abschied hatte er sogar eine Kantate komponiert und diese dann zusammen mit Freunden dem abreisenden Chopin vorgetragen. Die Beiden blieben trotz Emigration einander in Freundschaft verbunden. Elsner nannte sich in seinen Briefen öfters einen „überaus glücklichen Lehrer”, sein Schüler schloss mit: „Mein lieber, stets lieber Herr Elsner. (…) Ich liebe immer wie ein Sohn, wie ein alter Sohn, wie ein alter Freund”.


Noch bis zum 20. Juni 2010 ist nun im Theatermuseum des Warschauer Teatr Wielki anlässlich des Chopin-Jahres eine von Katarzyna Wodarska-Ogidel gestaltete Ausstellung „Joseph Elsner, der Lehrmeister eines Genies” zu sehen. Es ist eine Art Ehrenbezeugung an den Musiker, vor allem im Sinne der Jugend. Da bietet es sich geradezu an, dass die Ausstellung auch einmal im Oppelner Land gezeigt wird.

Engelbert Miś

 


Elsners Musikwerk

30 Klavierstücke, 30 Messen, 4 Oratorien, 85 Hymnen, Motetten und Oratorien, 45 Bühnenstücke, 55 Kantaten, 90 Solo- und Chorlieder, 8 Sinfonien, 3 Konzerte, 15 Kammerstücke, 15 verschiedene Orchesterstücke, 5 Kompositionen für Geige und Klavier, 40 Theoriewerke.

 

Karolin łůnaczi

Mocka wům już ercejlowałach o mie, mojyj famili, mojyj orkiestrze. Ale nie padałach wům nigdy co, zwiůnzanygo ze ślůnskym mie tak richtig festy fascynuje. Sům to rozmajty postaciy nadprzirodzůny kery szło trefić, a kto wiy czy nie idzie jeszcze dzisiej trefić u nołs na ślunsku. Nołważniejszoł postać to je utopiec, we rozmajtych rejůnach nazywani tyż utopkym, topkym abo topielcym. Wyglůndoł jak chop, niy mioł jednyj nogi, yno końsky kopyto, a dycki w butach łajziůł. More...

Ereignisse Deutsche Minderheit

Brückenbauer aus Schlesien - Daniel Kaiser in Gespräch mit Alfons Nossol

http://www.wdr5.de/sendungen/tischgespraech/s/d/11.08.2010-20.05.html

 

Der 4. Juni 1989 ist für Alfons Nossol ein Schlüsseldatum. Die deutsche Minderheit in Polen durfte zum ersten Mal nach dem Krieg einen deutschsprachigen Gottesdienst feiern. Das Kirchenlied ‚Großer Gott, wir loben Dich‘ brachte die Wende, erinnert sich der 77jährige, der mehr als drei Jahrzehnte Bischof von Opole (Oppeln) war. „Bei der ersten Strophe haben alle so laut gesungen, dass die Flügel der Engelfiguren wackelten.“ Bei der zweiten Strophe hätten schon einige geweint. „Aber bei der dritten Strophe schluchzte die ganze Kirche.“ Nossol geißelte die Vertreibung der Deutschen stets als Unrecht. In diesem Jahr erhielt er in Hamburg den Deutschen Nationalpreis für seinen Einsatz für die Versöhnung. Im Tischgespräch mit Daniel Kaiser erzählt Alfons Nossol vom Kampf gegen den Kommunismus, von der schwierigen Aussöhnung nach dem Krieg und wie er schon als 12jähriger einmal Seelsorger sein musste.

 

Aufnahme der Sendung

Schlesien Journal


TVP Opole
Mittwoch / środy 19:00
Wiederhilung / powtórki: Sonntag / niedziele 22:05


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Dienstag / wtorki 8:45

 

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Schlesien Aktuell
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Montag - Freitag / od pon. do pt. 20:45

Kaffeeklatsch
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