Vor einigen Jahren organisierte der Bund der Jugend der deutschen Minderheit das Projekt „City Bound Berlin”. Nach einer längeren Pause startete es wieder aufs Neue. Eine Gruppe von 17 Jugendlichen verbrachte zwei Tage in der Hauptstadt Deutschlands.

 

 

Früh am Morgen versammelte sich die Gruppe am Oppelner Bahnhof. Mit dem Nightjet ging es für die Jugendlichen ab in die Hauptstadt. Für einige war es sogar der erste Besuch in Berlin. Dominik Duda aus dem BJDM hat das Projekt organisiert und durchgeführt. „City Bound Berlin ist eine Bildungsreise, die das letzte Mal vor vier Jahren stattgefunden hat. Es geht darum, dass die Jugendlichen aus dem BJDM, aber nicht nur, gemeinsam die Hauptstadt historisch, politisch und künstlerisch erkunden. Ziel der ganzen Geschichte ist es, dass wir es nicht nur dieses Jahr schaffen, sondern es wieder zu einem Standardprojekt im Kalender des BJDM zu machen.“, so der IFA-Kulturmanager.

 

Deutsche Geschichte kennenlernen

Angeboten wurden bei diesem Projekt ein Stadtrundgang, der die Geschichte und die politische Bedeutung Berlins deutlich machen sollte. Weronika Koston aus dem BJDM Oppeln-Zentrum bereitete gemeinsam mit dem IFA-Kulturassistenten Dominik Duda den Spaziergang vor, der den Jugendlichen ein bisschen Orientierung in der Stadt geben sollte. „Wir haben eine Tour durch Berlin gemacht und die bedeutendsten Punkte in der Hauptstadt gesehen. Ich finde es wichtig, dass man die Sehenswürdigkeiten auch besichtigt. Zu jedem wichtigen Ort habe ich der Gruppe einige wichtige Fakten nähergebracht“, sagt Weronika.

Während des Stadtrundganges wurden verschiedene geschichtliche Aspekte aufgegriffen. Die Jugendlichen haben alles gesehen und erfahren, was sie bislang nur aus dem Geschichtsunterricht kannten. Am Brandenburger Tor und an der East Side Gallery war es das Kapitel der Teilung Deutschlands, am Checkpoint Charlie Berlins Position im Kalten Krieg.

 

Mit wem arbeiten wir zusammen?

Auf diese Frage seiner Mitglieder wollte der BJDM in Berlin Antwort geben. Die Gruppe besuchte zwei Organisationen. Am ersten Tag war sie bei der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Minderheiten (AGDM) zu gast. Renate Trischler, AGDM-Koordinatorin in Berlin, empfang die Gruppe aus Polen. „Es war eine ganz tolle Initiative, mit welcher der BJDM auf uns zugegangen ist. Wir sind natürlich liebend gerne auf die Idee, den Jugendlichen unsere Tätigkeit zu zeigen, eingegangen. Wir freuen uns, dass die Jugendvertreter der deutschen Minderheit der Woiwodschaft Oppeln bei uns waren. Es war eine gute Möglichkeit, ihnen die Arbeit der FUEN und der AGDM vorzustellen.“
Die zweite Organisation, die sehr intensiv mit dem BJDM zusammenarbeitet, ist das Institut für Auslandbeziehungen (IFA). Dort wurde ebenfalls die Tätigkeit vorgestellt, darüber hinaus konnten die Jugendlichen an einem kleinem Workshop teilnehmen. Sie diskutierten darüber, was typisch deutsch ist, und ob sie als Deutsche in Polen auch mit den Klischees zu kämpfen haben.
Die zwei Tage haben die Jugendlichen sehr aktiv verbracht, so dass sie voll von neuen Eindrücken, Wissen und Erfahrungen nach Hause fahren konnten.

 

 

Andrea Polański/BJDM

Fotos: Dominik Duda