Haben sie Kirschen, Äpfel oder Kartoffeln übrig und wissen nicht, was sie damit machen sollen? In Chrzumczütz (Chrząszczyce) ist ein Ort entstanden, wo man die überflüssigen Lebensmittel abgeben kann. Für die Leckereien muss man auch nichts bezahlen.

 

Den Chrzumczützer Schrank kann man im Zentrum des Dorfes finden.

 

„Chrzumbecki Szrank” (Chrzumczüter Schrank) heißt es und es kann alles hinein, was nicht schnell verdirbt. Die Idee, somit keine Lebensmittel zu verschwenden, kam von Lucjan Dzumla, Einwohner von Chrzumchütz und Vorsitzender des Proskauer Stadtrates. „So etwas funktioniert zum Beispiel in Großstädten, wo man viel Wert darauf legt, Essen nicht zu verschwenden. Und in den Dörfern ist es tatsachlich neu. Ich dachte mir, es wäre nicht schlecht, hier in einem Dorf bei Oppeln so etwas zu machen, damit die Leute Essen teilen können und nicht verschwenden. Jemand, der etwas übrig hat kann es anderen geben“, meint Lucjan Dzumla, Ideengeber des „Chrzumbecki Szrank“. Wie immer bei einer Neuheit, weckte der „Chrzumbecki Szrank“ Reaktionen bei anderen Einwohner, meistens positive. „Manche haben sich gefragt, was ist es überhaupt, aber ich habe auch aufbauende Rückmeldungen bekommen und im Internet ist es sehr schnell verbreitet worden“, freut sich Lucjan Dzumla.
Alles deutet darauf hin, dass „Chrzumbecki Szrank” eine Idee ist, die die Bewohner der Gemeinde Proskau anspricht. Gemüse, Obst und Kräuter kommen immer häufiger darin vor. Es soll auch weiter funktionieren. „Ich hoffe, es wird ein Dauerplatz für den „Szrank“. Ich überlege noch, ob wir im Winter eine Pause machen, aber wenn, dann wird er ab dem Frühling wieder da stehen“, gibt der Ideengeber zu.
Jeder, der etwas in dem „Chrzumbecki Szrank” los werden will, oder der mit seiner Hilfe die eigene Vorratskammer auffüllen will, findet ihn in der Mitte des Dorfes, bei der Kirche in Chrzumczütz.

 

 

Dominika Bassek