Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, August 17, 2022

Meine deutsche Geschichte

Am literarischen Wettbewerb „Meine deutsche Geschichte“ haben fast 100 Personen teilgenommen. Aus den zugeschickten Arbeiten wählte die Jury: Dr. Gabriela Jelitto-Piechulik von der Oppelner Universität, die Leiterin der Österreich Bibliothek, Monika Wójcik-Bednarz und der stellvertretende Minderheitenseelsorger im Bistum Oppeln, Marek Dziony, fast 50 Arbeiten aus, die prämiert wurden. Die Autoren bekamen Sachpreise – und der wohl schönste Preis wartet auf sie im nächsten Jahr: alle Texte werden in einem Buch abgedruckt.

Die feierliche Preisverleihung fand in der Oppelner Philharmonie statt.
Foto: Manuela Leibig

 

„Wir wollten durch diesen Wettbewerb die Teilnehmer dazu ermutigen, sich Gedanken darüber zu machen, was der Kontakt mit der deutschen Sprache und Kultur bedeutet“, sagte Zuzanna Donath-Kasiura, Sekretärin des Vorstandes der SKGD, bei der Preisverleihung in der Oppelner Philharmonie. „Wir konnten uns in die literarisch-ästhetische Welt der Teilnehmer vertiefen. Da haben wir eine riesengroße Palette von Vorstellungen, Träumen und Erlebnissen gefunden. Vor allem bei den Jugendlichen haben wir viele Zukunftspläne lesen können, das hat uns sehr berührt. Zugleich war es natürlich eine große Herausforderung für uns, die besten Arbeiten auszuwählen“, gibt Gabriela Jelito-Piechulik zu. „Mir hat es sehr gefallen, dass die Arbeiten auch viel über die eigene Identität der Teilnehmer ausgesagt haben“, unterstrich Jurymitglied Marek Dziony. Teilnehmer gab es aus ganz Polen, Schülerinnen aus Krakau sind unter den Finalisten zu finden, Maciej Kubiak aus Grünberg hat sogar zwei Arbeiten eingesandt: einen Prosatext und ein Gedicht.

Maria Kwiecińskia aus Dembiohammer schreibt, um sich zu erholen. Die Geschichte des Dorfes hat sie schon in einem Text erzählt, aber auch Gedichte schreibt sie gerne. Ein Gedicht hat sie auch speziell für den Wettbewerb verfasst. „Es handelt über das Innere eines Menschen, also die Heimat. Am nächsten Tag habe ich es korrigiert, nach einer Woche noch einmal. Und dann habe ich das Gedicht in einen Umschlag gesteckt und an die SKGD nach Oppeln geschickt“ sagt Maria Kwiecińskia, die sich den ersten Platz unter den Erwachsenen erschrieben hat.

 

Manuela Leibig

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