Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, December 7, 2022

Multikulturalität fördern

In diesem Jahr wird der Preis „Brücken des Dialogs“ zum fünften Mal verliehen. Über die Idee des Preises und die Anmeldung von Kandidaten für den Preis sprachen wir mit Lucjan Dzumla, dem Geschäftsführer des Hauses der deutsch-polnischen Zusammenarbeit.


Woher stammt die Idee für den Preis „Brücken des Dialogs“?

Der Preis wurde vor 15 Jahren ins Leben gerufen und wird alle drei Jahre vom Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und dem Marschallamt der Woiwodschaft Oppeln verliehen. Er dient dazu, Personen, Institutionen und Organisationen zu ehren, die einen besonderen Beitrag zur Pflege und Förderung der Multikulturalität geleistet haben, die einen Reichtum unserer Region darstellt.

Lucjan Dzumla
Foto: HDPZ

Es geht also nicht um große Organisationen und bekannte Persönlichkeiten, sondern um „Menschen von hier“, deren Kandidatur die Preisjury erhalten wird.

Ganz genau. Es handelt sich um einen Wettbewerb, d.h. jeder kann eine Person oder Institution vorschlagen, die seiner Meinung nach dieser Auszeichnung würdig ist. Und es sind keine großen, internationalen Organisationen. Nein, wir wollen, dass es lokale Aktivisten und lokale Organisationen sind.
Darüber hinaus wird ein besonderer Preis verliehen – die Goldenen Brücken des Dialogs. In diesem Fall werden tatsächlich Institutionen oder Personen aus der „großen Welt“ ausgezeichnet. Ich möchte nur daran erinnern, dass die ersten Empfänger der „Goldenen Brücken“ Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki und Bundeskanzler Helmut Kohl waren, später unter anderem Erzbischof Alfons Nossol und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck sowie der Deutsch-Polnische Jugendaustausch. Auch in diesem Fall wählt die Jury selbst die Personen oder Institutionen aus, die mit dieser besonderen Auszeichnung geehrt werden sollen.
Beim oben erwähnten Wettbewerb trifft die Jury dann auch die endgültige Entscheidung, wählt aber den Gewinner unter den Kandidaten aus, die uns von Einwohnern der Region eingesandt wurden. Deshalb freuen wir uns über jede Anmeldung.
Was die Jury selbst betrifft, so setzt sich diese aus Vertretern der deutschen Minderheit, dem Marschall der Woiwodschaft und Vertretern wichtiger Kultureinrichtungen in unserer Region zusammen.

Und wie und bis wann kann man einen eigenen Kandidaten für den Preis „Brücken des Dialogs“ anmelden?

Es ist ganz einfach: Auf unserer Website findet man das Anmeldeformular und kann es direkt online ausfüllen oder aber ausdrucken und ausgefüllt in unserer Zentrale in Oppeln (ul. 1 Maja 13/2) abgeben. Die Anmeldungen werden bis Ende September in drei Kategorien entgegengenommen: Personen (besondere Aktivisten für unsere Region), Institutionen (z.B. Schulen, Museen, Gemeinde- und Kreisämter), Organisationen (lokale Vereine).
Anfang Oktober wird die Jury zusammenkommen und mit der Auswahl der diesjährigen Preisträger beginnen.

Der ganze Prozess wird vermutlich mit einer Gala enden?

Ja, wir planen eine Gala für den 14. November und würden sie gerne in der Oppelner Philharmonie veranstalten. Es wird, wie bei früheren Editionen, ein sehr feierliches Ereignis sein.

Das Gespräch führte Rudolf Urban.

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