In einer der Gruppen sprach man darüber, wie man sich als guter Anführer verhalten muss

Wie engagiere ich Jugend und was macht einen guten Leader aus? Unter anderem diese Fragen stellten sich am 18. und 19. November Mitglieder verschiedener DFKs aus ganz Polen bei einer Schulung des Hauses der Deutsch-Ponischen Zusammenarbeit (HDPZ). Dabei stellte sich heraus, dass oft vor allem die richtige Einstellung entscheidend ist.

 

Die Schulung in Gogolin ist eine Art Fortsetzung der Fortbildungen, die über die Jahre hinaus als „Stärkung der Strukturen“ vom HDPZ veranstaltet wurden. Dabei werden Mitglieder der DFKs in jedem Alter von professionellen Trainern betreut, die ihnen helfen, ihre Probleme sowie auch Stärken zu identifizieren und daran zu arbeiten.

 

Die goldene Mitte finden

 

Dieses Mal widmete man sich vor allem drei Themen, die von essentieller Wichtigkeit für die DFKs sind: „Wir wollen den Teilnehmern drei verschiedene Schulungen anbieten, die drei wichtige Themen für die DFKs abdecken und praktisch alle von ihnen betreffen. Zum einen ist das die Verbesserung der Jugendaktivität, der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Rolle und Charakterzüge eines guten Anführers“, sagt Marcin Wocka, der seitens des HDPZ für die Schulung verantwortlich war. Wie Wocka ebenfalls unterstreicht, ist auch die Teilnehmerzahl ein Beweis dafür, dass die Themen für die Mitglieder selber hoch interessant sind, schließlich übertraf die Anzahl der Anmeldungen die mögliche Anzahl der Teilnehmer.

 

Wie sich im Rahmen der eigentlichen Schulung herausstellte, wurde dieses Interesse auch in die Aktivität bei den Workshops umgewandelt: „Über das Engagement der Mitglieder kann man wirklich zufrieden sein. Wir hatten hier teilweise sogar stürmische Diskussionen“, sagt Workshopleiterin Magdalena Beztroska, die den DFK-Mitgliedern zu vermitteln versuchte, was einen guten Anführer ausmacht. Wie sich sowohl die Leiterin wie auch die Mitglieder einigten, sei vor allem die Einstellung oft ein Problem, wenn es um die Rolle des DFK-Chefs geht. Oft sei eine „starke und offene Meinung“ in den Strukturen nicht so gefragt, weil man Angst habe, diese könne negative Reaktionen bei den anderen Mitgliedern auslösen. Deswegen habe Beztroska versucht „etwas den Mut aus den Mitgliedern rauszukitzeln“, doch zugleich ginge es nicht darum „aggressiv und despotisch zu sein“, eher liege der Schlüssel darin „die goldene Mitte in der Kommunikation zu finden“.

 

Viel Durchhaltevermögen

 

Sowohl dieser, wie auch die anderen Teile der Schulung schienen jedenfalls den Mitgliedern zu gefallen. Sylwia Simbiga aus dem DFK Turawa sei froh, dass sie zu der Schulung gekommen ist, die sie als „sehr interessant“ einstufen würde. Wie sie berichtet, gab es vor allem in ihrer Gruppe viele Menschen „die wirklich ein Anführer im DFK sein und viel von sich selber geben wollen“. Für diese Rolle braucht man nach Simbiga „viel Durchhaltevermögen“, denn oft werden einem dabei Fragen gestellt wie „Wieso macht ihr das eigentlich?“. Der Schlüssel für einen erfolgreichen DFK sei nach der Vorsitzenden sich nicht unterkriegen zu lassen und auf die Erfolge zu konzentrieren, denn „wenn man schon etwas auf die Beine gestellt hat, dann ist auch die Zufriedenheit da.“

 

Neben dem HDPZ waren die Veranstalter der Schulung der VdG und die SKGD im Oppelner Schlesien.

 

Łukasz Biły