Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Saturday, August 13, 2022

Nachlass eines Herzogs

 

Der Liegnitzer Herzog Georg Rudolf, der 1653 kinderlos starb, hinterließ in seinem Testament eine große Summe für die Errichtung einer Schule für adelige protestantische Knaben. Aus diesen Mitteln wurde Jahre später, erst 22 Jahre nach dem Tod des Herzogs, die Liegnitzer Ritterakademie eröffnet.

 

Allerdings wäre Georg Rudolf bestimmt nicht darüber glücklich gewesen, dass die Schule sowohl von Protestanten wie auch von Katholiken besucht werden konnte. Die Reformen sollten jedoch noch weiter gehen. In den Jahren 1788–1789 war Karl von Zedlitz der Schulleiter, jener preußische Bildungsminister, der die Reifeprüfung (Abitur) in den Schulen eingeführt hat. 1811 wurde die Ritterakademie auch für Bürgerliche eröffnet. 1901 wurde sie dann offiziell in ein Gymnasium umgewandelt. Die Schule wirkte noch bis zum Jahr 1945.

Das imposante Palais der Ritterakademie wurde in den Jahren 1726–1738 im Barockstil gebaut.
Foto: Wikipedia

 

Hauptquartier der Sowjets
Das imposante Palais der Ritterakademie wurde in den Jahren 1726–1738 im Barockstil gebaut. Die Pläne entstammten der Feder des österreichischen Architekten Joseph Emanuel Fischer von Erlach. Das Gebäude der Ritterakademie hat den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. Von 1945 bis 1992 war es allerdings Hauptquartier der in Schlesien stationierten sowjetischen Soldaten. Danach wurde es komplett renoviert und beherbergt heute das Kupfermuseum.

 

Einer der Professoren an der Ritterakademie war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Maler Theodor Blätterbauer.
Foto: Wikipedia

Wichtige Namen
Mit der Liegnitzer Ritterakademie waren viele bedeutende Persönlichkeiten verbunden. Einer der Professoren an der Ritterakademie war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Maler Theodor Blätterbauer. Er war einer der wichtigsten Landschafts- und Architekturmalers des 19. Jahrhunderts in Schlesien. Bekannt wurde Blätterbauer durch seine Buchillustrationen. Er schuf Hunderte von Zeichnungen und Aquarellen mit Ansichten schlesischer Städte und Landschaften, dazu zahlreiche Ölgemälde. Seine Arbeiten haben heute vor allem dokumentarischen Wert. Die Stahlstiche, Lithografien und Holzschnitte vermitteln einen Eindruck davon, wie die preußische Aristokratie gewohnt hat und sie zeigen Gebäude, die das Landschaftsbild Schlesiens geprägt haben.

Anna Durecka

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