Die Ausstellungen nach den Wettbewerben erfreuten sich großer Beliebtheit.

Nur wenigen anderen Schulen verdankt die deutsche Kultur so viel wie der Schule Nummer 12 in Gleiwitz. Zwischen verschiedenen anderen Wettbewerben wie zum Beispiel dem Konzert der deutschen Weihnachtslieder wird auch die Ausschreibung „Wir retten das Erbe unserer Heimat“ von Jahr zu Jahr weitergeführt. Gerade eben wurde die sechste Auflage beendet.

 

„Dieser Wettbewerb ist aus vielen Gründen wichtig. Erstens regt er die Schüler dazu an, sich mit ihrem Kulturerbe zu befassen. Zweitens macht er auch die Öffentlichkeit darauf aufmerksam, dass vieles von der Kultur in Schlesien zu retten ist“, sagt die Koordinatorin des Wettbewerbs Katarzyna Szczepkowska, die Lehrerin in der Schule Nummer 12 ist. Schon seit sechs Jahren betreut Szczepkowska die Initiative, die jedes Mal Dutzende von Interessierten  verschiedenen Alters anzieht. Die Regeln der Ausschreibung präsentieren sich recht simpel, setzen aber auf Kreativität. Junge Interessierte im Alter von sechs bis 20 Jahren können am Wettbewerb mit einer unterschiedlichen künstlerischen Form teilnehmen. Einzige Voraussetzung: Zentrales Glied jeder Anmeldung muss ein Element des Kulturerbes Schlesiens sein. Zusatzpunkte gibt es dabei für etwas, bei dem Bedarf besteht, es zu retten.

 

Wie es für Schlesien charakteristisch ist, sind die Akzente der Arbeiten, die zum Wettbewerb eingesandt werden, von den Kulturen vierer Länder geprägt. Katarzyna Szczepkowska unterstreicht, dass die jungen Künstler sowohl polnische, deutsche, österreichische als auch tschechische Sehenswürdigkeiten präsentieren: „Es werden vor allem Kirchen abgebildet, aber nicht nur, auch typisch deutsche Bauten wie Wassertürme oder die Kolberg Straße in Gleiwitz kommen immer wieder vor.“ Wichtig sei nach der Lehrerin aber nicht nur der Wettbewerb an sich, sondern auch seine Nebenbotschaft. Szczepkowska berichtet, dass nach einer Ausstellung bei einer der vorherigen Auflagen des Wettbewerbs man es sogar geschafft hat, für einige präsentierten Bauten Spenden für eine Renovierung zu sammeln.

 

Für die Teilnehmer, die sich am meisten durch Kreativität und Sensibilität für Schlesiens Kulturerbe ausgezeichnet haben, gab es in dieser Auflage bis zu 90 Preise. Die besten Arbeiten werden in Kürze im Zentrum Papst Johannes Paul II. in Gleiwitz ausgestellt.

 

Łukasz Biły