Dank einer Zuwendung aus Deutschland, wird schon bald in der Kirche der Mariä Heimsuchung in Komornik (Komorniki) in der Gemeinde Klein Strehlitz (Strzeleczki) die Kirchenorgel mit ihrem Klang erneut begeistern.

 

Pfarrer Andrzej Klimek übernahm die Pfarrgemeinde in Komornik im Jahr 2008. Schon kurz nach seiner Ankunft in der Gemeinde bemerkte er, dass die Kirchenorgel, welche um die Jahre 1850-1890 gebaut wurde, nicht so klingt, wie sie sollte. Wie es sich nach der Expertise von Pfarrer Professor Grzegorz Poźniak herausstellte, war die Orgel in einem miserablen Zustand. Die Kirchenorgel in Komornik ist ein Denkmal, nicht nur aufgrund ihres Alters, aber auch durch die Orgelbaufirma. Hergestellt wurde sie in der Werkstatt von Johann M.V. Haas in Leobschütz (Głubczyce) und gehört zu den wenigen in der Diözese Oppeln erhaltenen Orgeln, die eine mechanische Traktur haben.

 

Um Hilfe bei der Renovierung der Orgel wurde die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Staatsministerin Monika Gütters (CDU) gebeten.  Bei der Antragsstellung war die Pfarrgemeinde nicht auf sich selbst gestellt: „Unsere politische Gemeinde Klein Strehlitz pflegt seit Jahren eine Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde Bittburg und der dortige Bürgermeister, Herr Junk, hat uns sehr bei dem Antragsschreiben geholfen“, freut sich Pfarrer Andrzej Klimek. Auch die Gemeindemitglieder haben finanziell zur Renovierung der Orgel beigetragen.

 

„In unserer Gemeinde wurden schon vor meiner Ankunft deutsche Messen gefeiert, und ich habe diese Tradition von Pfarrer Norbert Peikert gerne übernommen, aufgrund dass ich sieben Jahre im Bistum Speyer als Kaplan und dann als Pfarrer tätig war“, so Pfarrer Klimek. Die deutschen Messen werden am Donnerstag und Freitag um 7 Uhr und am Sonntag um 9 Uhr gefeiert. Auch Rosenkränze, Maiandachten, Andachten zum Herz Jesu und andere Andachten werden in der Gemeinde Komornik in deutscher Sprache gehalten.

 

Am sechsten Januar wird die Orgel geweiht, das erste Konzert auf der neuen Orgel wird es am 14. Januar um 14:00 Uhr geben.

 

Manuela Leibig