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Marek Dyduch vor der Breslauer Linken SLD und Vorsitzender des Vereins „Oder-Partnerschaft“ (l.) empfängt auf dem Hauptbahnhof Breslau Andreas Geisel (SPD) (r.), der mit dem Sonderzug „Ferdinand-Lasalle“ aus Berlin anreiste. Beide setzten sich für eine schnelle Direktverbindung ein – diese soll sogar bis Oppeln und Krakau führen. Foto: Marie Baumgarten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Samstag sind deutsche Politiker mit einem Sonderzug aus Berlin in Breslau angekommen. Zwei Jahren nachdem diese Zugverbindung eingestellt worden war, kommt es zu Gesprächen, sie wieder in den Fahrplan aufzunehmen.

 

 

 

 

225 Minuten – so lange hat die Reise gedauert. So schnell soll es auch in Zukunft sein. Seit Mai dieses Jahres pendelt ein Kulturzug zwischen Breslau und Berlin, damit die Berliner günstig in die europäische Kulturhauptstadt reisen und an den zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen können.

 „Viele Berliner haben die Gelegenheit genutzt, mit diesem Kulturzug Breslau zu besuchen und sind ganz begeistert zurückgekommen, deshalb ist der Kulturzug jetzt immer überfüllt,” erzählt Andreas Geisel von der SPD, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin. „Und das ist ein gutes Zeichen dafür, dass wir auch wieder eine gemeinsame, offizielle Zugverbindung zwischen Berlin und Wroclaw aufbauen sollten, dafür setzen wir uns gemeinsam ein.”

 

 

Modernisierung der Strecke notwendig

Bevor das passiert, sind einige Probleme zu überwinden. Auf der deutschen Seite fehlt es auf einem Teil der Strecke Oberleitung, was die Intercity- und Eurocity-Verbindungen unmöglich macht. Der künftige Zug würde über Horka und Hoyersweda in Sachsen fahren, wo jetzt eine neue, elektrifizierte Trasse entsteht. Auf der polnischen Seite hingegen soll die Verbindung an den Stellen, wo sie nur eingleisig ist, zweigleisig gemacht und ein Teil der Strecke elektrifiziert werden. Der Wiederaufbau der Verbindung Grünberg – Breslau steht schon im Regierungsprogramm. Marek Dyduch, Vorsitzender der SLD Niederschlesien und Ratsmietglied des Woiwodschaftstages:

 „Wir arbeiten im Rahmen von dem Programm „Odra” mit dem Senat von Berlin mit; als Niederschlesien und nicht nur als die westliche Woiwodschaften. Wir haben schon zwei mal in Berlin darüber gesprochen und jetzt werden unsere Konzeptionen finalisiert. Wir sind als Woiwodschaft zu Gesprächen bereit.”

 

 

Verbindung der Regionen

In Zukunft soll nicht nur Breslau, sondern auch Oppeln und Krakau mit Berlin verbunden werden.

 „Das wäre natürlich eine ideale Situation, wenn wir nicht nur zwei Städte, sondern europäische Regionen miteinander verbinden könnten. Von daher sind wir sehr daran interessiert, dass noch mehr Städte sowohl in Polen als auch in anderen europäischen Ländern an Bahnlinien verbunden werden, damit wir uns einfach leichter und öfter besuchen können, damit es viel schneller geht als bisher,” so Andreas Geisel.

 

Mehr zu diesem Thema und wie Oppeln von der neuen Zugverbindung profitieren könnte, lesen Sie in der Printausgabe vom Wochenblatt – ab Freitag an Ihrem Kiosk erhältlich.

 

 

Impressionen von der Ankunft des Sonderzuges

 

 

Katarzyna Makusz