Vor dem Start des Eröffnungsfilms

Vom 13. bis 19. November fand in Allenstein die Deutsche Filmwoche statt. Organisiert hatte sie das Goethe-Institut Warschau mit der Stiftung „Borussia“ in Allenstein, dem Verband der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren (VdGEM) und dem Lektorat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der Universität in Allenstein. 

 

Eine interessante Auswahl an deutschen Filmen aus den letzten zwei Jahren erwartete die Gäste an sieben Abenden im Programmkino „Awangarda 2“, darunter der Dokumentarfilm „Beuys“ und Volker Schlöndorffs Berlinale-Beitrag „Rückkehr nach Montauk“. Bei der Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“ war der Andrang sogar so groß, dass ein zweiter Saal geöffnet werden musste.

 

Der Film „Victoria“, der an der Universität gezeigt wurde, überraschte die Zuschauer durch seine Technik. Er begleitet die spanische Titelheldin nämlich in einer einzigen 140-minütigen Kamerafahrt ohne Schnitt durch das nächtliche Berlin. Aus ihrer Begegnung mit Berliner Jugendlichen entwickelt sich eine spannende Kriminal- und Liebesgeschichte.

 

Aus heutiger Sicht traditionell, aber zur Zeit seiner Entstehung innovativ ist Fritz Langs Stummfilm „Frau im Mond“ von 1929, den der VdGEM im Museum der Moderne zeigte. Für die musikalische Live-Begleitung sorgte das Parampampam-Trio, die Zwischentitel gab es live gesprochen von zwei Lektoren. Der Beifall am Ende nicht nur dieses Films zeigte, dass die Deutsche Filmwoche gut ankommt.

 

Text: Uwe Hahnkamp