Der DFK Tarnau setzt auf die Pflege der deutsche Kultur und Tradition, aber auch auf seinen Chor. Die Mitglieder der Deutschen Minderheit schmieden regelmäßig Pläne für die Zukunft in der Tarnauer Begegnungsstätte.

Der Tarnauer DFK-Vorstand
Foto: D. Bassek

 

 

Die Deutsche Minderheit in Tarnau trifft sich regelmäßig in ihrer Begegnungsstätte. Es gibt immer etwas vorzubereiten und zu veranstalten. Egal ob Treffen, Vorträge, Ausstellungen oder Ausflüge. Dort werden auch die wichtigsten Entscheidungen getroffen, Ideen für neue Projekte besprochen und Lösungen für Hindernisse gefunden. „Wenn es um Probleme geht, das ist leider der Nachwuchs. Wir haben hier vor allem die Älteren als Mitglieder, aber dieses Jahr sind auch neue acht Mitglieder gekommen, die unter 40 sind, also ist die Tendenz nicht ganz so schlimm – meint Krzysztof Wysdak, Sekretär im DFK Tarnau. In Tarnau wird Jung und Alt für die Beschäftigung mit der Deutschen Sprache und Kultur ermutigt. Der DFK arbeitet auch mit der Raschauer Schule Pro Liberis Silesiae zusammen. Eins der gemeinsamer Projekte ist der Wettbewerb der deutschsprachigen Lieder für Schüler und Kindergartenkinder aus der Gemeinde Tarnau. Der Gesangswettbewerb „Ich kann singend deutsch“ gibt den Kleinsten die Möglichkeit, ihr sängerisches und sprachliches Können dem Publikum zu präsentieren.

 

 

Der ganze Stolz

 

Doch auch etwas für die Älteren bietet man in Tarnau. Der dortige Chor ist der Stolz des Deutschen Freundschaftskreises. Seit 15 Jahren wird aktiv geübt und von Jahr zu Jahr macht der Chor große Fortschritte. Die Sängerinnen und Sänger singen in der Sprache des Herzens und machen das mit großer Freude. Sie treten nicht nur in der Region auf, sondern auch in Deutschland. Der Chor aus dem DFK-Tarnau nimmt auch gerne an Festivals oder Gesangswettbewerben teil, sowohl in Oberschlesien wie auch in Thüringen. „Dies ist eines der wenigen Ensembles, die ich kenne, die nicht zu den Wettbewerben kommen um zu gewinnen. Die Chormitglieder sagen immer: “Lass uns gehen, lass uns singen, wir lieben es.” Und das treibt mich dazu an, hierher zu kommen, ich lade hier meine Batterien auf. Wirklich, wenn ich dieses Engagement und diese Leidenschaft und Liebe für Musik sehe – es ist etwas, das mich wirklich antreibt, meint Anna Sikora, Dirigentin des Chors. Es gibt noch eine Besonderheit. Die Sänger aus Tarnau pflegen eine langjährige Partnerschaft mit dem Volkschor Bad Blankenburg aus Thüringen, der Partnergemeinde von Tarnau. Dieser feiert dieses Jahr 180 Jahre seines Bestehens. Da müssen die Sänger aus Tarnau dabei sei. Es wird schon fleißig geprobt, denn der Chor aus Tarnau wird zum Jubiläum nach Bad Blankenburg reisen. Alle machen da mit Freude mit. Die Mitglieder des DFK Tarnau bereiten sich schon auf den musikalischen Austausch der beiden Chöre vor.

 

 

Glückliche Mitglieder

 

Es werden aber auch andere Projekte in Tarnau geplant und realisiert. Die Mitglieder des DFK Tarnau langweilen sich im Jahr überhaupt nicht. Sie treffen sich bei kulturellen Veranstaltungen wie Konzerte oder einfach beim gemütlichen Beisammensein. Es werden Ausflüge mit historischem Hintergrund veranstaltet oder auch Schiffsfahrten. Deutsche Akzente werden vor allem bei der Adventsfeier oder dem Tag der Deutschen Einheit gesetzt. „Vor allem wollen wir unsere Mitglieder glücklich machen. Und wenn andere sehen, wie viel Spaß und Freude man bei uns hat, dann werden zu uns auch neue Mitglieder kommen,“ sagt Elżbieta Florczak, Vorsitzende des DFK Tarnau. Hoffentlich hat sie damit recht.

 

 

Dominika Bassek