Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Monday, December 6, 2021

Neue Wege gehen

Bernard Gaida und Prof. Monika Grütters im Gespräch Foto: Rudolf Urban
Bernard Gaida und Prof. Monika Grütters im Gespräch
Foto: Rudolf Urban

Während ihres Besuches in Breslau, der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas, traf sich die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, auch mit Vertretern der deutschen Minderheit in Schlesien. Bei den Gesprächen standen die Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit und Förderung im Vordergrund.

 

Zu den Aufgaben der Staatsministerin für Kultur und Medien gehört u.a. die Förderung der deutschen Kultur und Geschichte im östlichen Europa. Aktuell soll eine neue Konzeption dieser Förderung beschlossen werden, was für die Vertreter der deutschen Minderheit in Schlesien Hauptanliegen der Diskussion in Breslau gewesen ist.

 

 

Minderheit fragt

So fragte der VdG-Vorsitzende Bernard Gaida, inwiefern die von der Staatsministerin geförderten Einrichtungen in Deutschland eine Zusammenarbeit mit den Deutschen in Polen eingehen könnten. “Dies ist natürlich möglich und ich kann bei den Arbeitsgesprächen auf eine solche Initiative hinweisen. Es kann aber meinerseits keine direkte Einflussnahme auf die Arbeit der Institutionen geben”, erklärte dazu Prof. Grütters.

Ein anderes Anliegen der Deutschen ist die Realisierung von zwei Punkten der sog. deutsch-polnischen Rundtischgespräche. Rafał Bartek, Vorsitzender der Oppelner SKGD, wies vor allem auf die bis jetzt fehlende museale Präsentation der Geschichte der Deutschen in Polen sowie das bis heute nicht entstandene Forschungsinstitut Deutschen. Auch hier sieht die Staatsministerin Möglichkeiten der Zusammenarbeit, vor allem mit den Referenten für die einzelnen ehemals deutschen Ostgebiete, die in verschiedenen deutschen Instituten – wie z.B. für Schlesien beim Schlesischen Museum in Görlitz – beschäftigt sind.

 

 

Keine direkte Förderung

Allerdings bleibt der Grundsatz bestehen, wie Prof. Grütters unterstrich, dass die Staatsministerin nicht direkt die Deutsche Minderheit in Polen fördern könne. “Dafür sind in Deutschland das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt zuständig. Wir können nur bedingt mithelfen, wenn die Hauptverantwortung bei einem Projekt bei einer deutschen Institution liegt”, sagte Monika Grütters.

Dies funktionierte in der Vergangenheit bei Renovierungsarbeiten von deutschen Kulturgütern im heutigen Polen bereits sehr gut. So wurde u.a. die Orgel in der Chronstauer Pfarrkirche durch eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit renoviert, ähnlich wie die Sanierung des Dachstuhls der Kirche in Königlich Neudorf in Oppeln. Wie die Vertreter der deutschen Minderheit sagten, liege es den Vereinen nun aber daran, eine langfristige kulturelle Zusammenarbeit zu entwickeln.

 

 

Rudolf Urban

 

 

 

Teilnehmer des Treffens mit Staatsministerin Prof. Grütters in Breslau. Foto: Rudolf Urban
Teilnehmer des Treffens mit Staatsministerin Prof. Grütters in Breslau.
Foto: Rudolf Urban
V.r.: Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters, Sejm-Agbeordneter Ryszard Galla, DSKG-Vorsitzende Renate Zajączkowska und VdG-Voristzender Bernard Gaida Foto: Rudolf Urban
V.r.: Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters, Sejm-Agbeordneter Ryszard Galla, DSKG-Vorsitzende Renate Zajączkowska und VdG-Voristzender Bernard Gaida
Foto: Rudolf Urban
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