Gymnasiasten konnten während des Tags der Offenen Tür sich auch mit Schülern der bilingualen Klasse unterhalten.

Am ersten Frühlingstag veranstaltete das 2. Lyzeum  in Oppeln den Tag der Offenen Tür. Gymnasiasten hatten die Möglichkeit, die Schule kennenzulernen und von den älteren Schülern mehr zu erfahren.

 

 

 

 

Hinter einem Brandenburger Tor im ersten Stock tauschten die Schüler der deutschsprachigen Klasse ihre Erfahrungen mit den Gymnasiasten aus. Justyna Kość aus Oppeln entschloss sich für die deutschsprachige Klasse vor zwei Jahren und bereut es nicht: „Hier gibt es viele Möglichkeiten für uns, wir lernen nicht nur die deutsche Sprache, aber auch die Geschichte und Kultur Deutschlands, und letztens haben wir auch mehr über das Studieren in Deutschland erfahren“, so die 17-Jährige. Am Lyzeum gibt es die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom zu machen. Auch Justyna wird an der Prüfung teilnehmen: „Wir werden im Rahmen des Unterrichts auf das DSD vorbereitet. Es ist sehr wichtig für unsere Zukunft, wenn wir z.B. in Deutschland studieren wollen“, so die Oberschülerin.

 

 

Um in die bilinguale Klasse aufgenommen zu werden, muss der Kandidat keine perfekten Sprachkenntnisse aufweisen, unterstreicht die Deutschlehrerin Daniela Ploch: „Die Schüler erlernen die deutsche Sprache auf einem sehr hohem Niveau, Voraussetzung sind nicht die guten Sprachkenntnisse. Wir haben zwar auch Muttersprachler, Finalisten der Deutscholympiade dabei, aber es kommen auch Schüler, die Deutsch hier in der bilingualen Klasse erlernen möchten.“

 

 

Die Schüler der zweisprachigen Klasse haben im ersten Jahr fünf Stunden Deutsch, und im 2. und 3. Jahr sind es acht Stunden. Auch manche Fächer werden in Deutsch unterrichtet z.B. Physik, Sozialkunde und Wirtschaftslehre. Bei so viel Deutsch ist durchaus Spielraum vorhanden. „Es ist nicht nur Grammatikpauken, wir gehen durchaus auf die thematischen Wünsche der Schüler ein, wir nehmen gerne an Projekten, Veranstaltungen und Austauschen teil, oder gestalten kulturelle Ereignisse“ so Daniela Ploch.

 

 

 

 

Manuela Leibig

Fotos: Sonia Palt