Bischof Rudolf Bażanowski

Im Februar kommenden Jahres geht der derzeitige Bischof der Diözese Masuren der evangelisch-augsburgischen Kirche in Polen Rudolf Bażanowski in den Ruhestand. Auf der Synode, die am 25. November in Nikolajken tagte, wurde sein Nachfolger gewählt.

 

Die regionale Feierlichkeit zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation in Allenstein war der letzte wichtige Termin für den Bischof von Masuren Rudolf Bażanowski. Mit Erreichen der Altersgrenze im Februar beendet er seinen Dienst. „Bis spätestens dann musste ein neuer Bischof gewählt werden. Dazu trat die Synode zusammen, die sich aus den Geistlichen der Diözese und zwei weltlichen Vertretern jeder Gemeinde zusammensetzt“, erläutert Pastor Marcin Pysz aus Johannisburg. Kandidieren dürfen nur Geistliche, die seit mindestens zehn Jahren im Dienst sind, einen selbstständigen Posten haben und in der Diözese arbeiten.

 

Gewählt wurde mit Pastor Paweł Hause der Probst der Gemeinde in Rastenburg (Kętrzyn), der größten evangelischen Gemeinde der Diözese Masuren. Der vor 53 Jahren in Hirschberg (Jelenia Góra) geborene Pfarrer wurde 1993 ordiniert und amtiert in Rastenburg (Kętrzyn) seit knapp 20 Jahren. Pastor Hause sitzt im Vorstand der Arno-Holz-Gesellschaft für polnisch-deutsche Verständigung, betreut die Johanniter-Sozialstation und hat sehr gute Kontakte zur Deutschen Minderheit der Region. So unterstützte er auch das Erscheinen des Buches „Sie waren hier vor uns“, das die Schicksale vieler Personen aus der Minderheit beschreibt.

 

Das neue Oberhaupt der Diözese Masuren der evangelisch-augsburgischen Kirche in Polen tritt sein Amt mit der Konsekration an, die voraussichtlich im Februar 2018 stattfindet. Bis dahin führt weiterhin Bischof Bażanowski die Amtsgeschäfte.

 

Text: Uwe Hahnkamp