Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Tuesday, October 4, 2022

Keine schlaflosen Nächte

Klaus Brähmig. Foto: Sven Teschke/Wikimedia Commons.
Klaus Brähmig. Foto: Sven Teschke/Wikimedia Commons.

Nicht nur die deutsche Minderheit in Dänemark wird sich, wie wir schon vor einer Woche berichtet haben, mindestens für die nächste Zeit keine Gedanken um die Finanzen machen müssen. Während einer unlängst gehaltenen Sitzung des Bundeshaushaltsausschusses wurde auch für das kommende Jahr die Finanzierung für Europas Deutsche gesichert. Dies betrifft auch die Deutsche Minderheit in Polen.

 

“Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Bereinigungssitzung für den Bundeshaushalt 2017 wichtige Entscheidungen zugunsten der deutschen Minderheiten in Mittelost- und Südosteuropa getroffen“, berichtete der Sprecher der Gruppe der Aussiedler, Vertriebenen und deutschen Minderheiten der CDU/CSU Klaus Brähmig MdB nach der letzten Sitzung. Brähmig sprach unter anderem über die ca. zwei Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt, die wie schon im zu Ende gehenden Jahr 2016, auch 2017 den Deutschen in Polen zugutekommen werden. Diese Summe soll vor allem dazu dienen, die Stiftung für die  Entwicklung Schlesiens „zu entlasten“, da aus den Geldern die Grundausgaben der Strukturen der Deutschen Minderheit wie Gehälter, Mieten oder Büropauschalen für die einzelnen Ortsgruppen laufend gedeckt werden können.  Die Information ist für Polens Deutsche eine Erleichterung, denn noch im Frühjahr sprach der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Gesellschaften Bernard Gaida davon, dass eine weitere Finanzierung der laufenden Ausgaben vom Bund für die Deutsche Minderheit in Polen keineswegs gesichert sei. In den Jahren zuvor bestand sogar die Gefahr, dass 2017 keine Finanzierung mehr für den Erhalt der Strukturen möglich sein wird.

 

Keine schlaflosen Nächte wird das bereitgestellte Geld auch den anderen deutschen Minderheiten Europas wohl bereiten. Wie Klaus Brähmig zusätzlich informierte, werden das Begegnungszentrum im nördböhmischen Gablonz an der Neiße (Tschechien) und der Kulturverband der Bürger deutscher Nationalität in Prag erstmals mit Mitteln in Höhe von zusammen 49.000 Euro unterstützt. Des weiteren werden 240.000 Euro für eine Ausstellung zur Geschichte der Deutschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bereitgestellt sowie 1,25 Millionen Euro für die Unterstützung des deutschen Schulwesens in Rumänien. Für die besonders hohen Zuwendungen sollen sich die Berichterstatter der Gruppe Reinhard Brandl und Alois Karl stark eingesetzt haben.

 

Łukasz Biły

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