Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Saturday, June 19, 2021

Wir dürfen bei der Volkszählung nicht fehlen!

Die Volkszählung, bei der sich jeder Einwohner Polens niederschreiben muss, ist im vollem Gange. Organisationen der deutschen Minderheit führen eine Kampagne, die zur Teilnahme an der Volkszählung aufruft. Eine der Aktivitäten der Oppelner SKGD sind Spots, deren Botschaft einerseits spannend ist und gleichzeitig zeigt, was die Woiwodschaft Oppeln verlieren könnte, wenn die deutsche Minderheit fehlen wird. Über ihre Aktivitäten im Rahemn der Volkszählung informierte die SKGD heute (28.04.) während einer Pressekonferenz.

 

Am 4. Mai 2021 beginnen die Zähler mit ihrer Arbeit und können die Einwohner anrufen oder zu ihnen kommen. Daher ermutigt die deutsche Minderheit, nicht auf die Zähler zu warten und sich bis zum 3. Mai online niederzuschreiben. Gleichzeitig appelliert man an die Zähler, besonders auf die fast intimen Fragen, wie die nach der Nationalität, in den von dieser Minderheit bewohnten Gebieten, zu achten.

 

Bilbords über die Deklaration der deutschen Nationalität stehen u.a. in Lendzin oder entlang der Landesstraße Nr. 45 bei Wiegschütz und Zlönitz.
Foto: TSKN

 

Die deutsche Minderheit wirbt auch in allen Medien für die Deklaration der deutschen Nationalität. Die Sozial-Kulturelle Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD) z.B. führt eine Informationskampagne durch, die sowohl zur Teilnahme an der Volkszählung als auch zur Erklärung der deutschen Nationalität und Sprache auffordert. Im Rahmen der Kampagne wurden vier 30-Sekündige-Spots erstellt, die zum Nachdenken anregen: was kann passieren, wenn sich die Gemeinschaft der deutschen Minderheit nicht zur deutschen Nationalität bekennt.

Im letzten Punkt konzentriert sich die SKGD auf die Sprache, genauer gesagt auf den Deutschunterricht. Das Fehlen einer klaren Deklaration in der Volkszählung kann dazu führen, dass der Unterricht in dieser Sprache aus vielen Schulen verschwindet.

Die vorherigen Spots zeigen die möglichen Auswirkungen der fehlenden Präsenz der deutschen Minderheit in der Woiwodschaft auf infrastruktureller, wirtschaftlicher und kultureller Ebene. Die Spots wurden durch ein Anleitungsvideo ergänzt, das Hilfe bei der Niederschreibung bietet.

Neben Spots setzt die SKGD auch auf andere Werbemittel im Internet sowie auf Billboards über die Volkszählung, z.B. in Lendzin oder entlang der Landesstraße Nr. 45 bei Wiegschütz und Zlönitz. Örtliche Vorsitzenden der DFKs hängen Plakate auf, die über die Möglichkeit informieren, bei der Volkszählung die deutsche Nationalität anzugeben und verteilten insgesamt 20.000 Informationspakete an die Familien der deutschen Minderheit. Darüber hinaus helfen die DFKs bei der Registrierung, indem sie zu speziell vorbereiteten Dienststunden einladen oder bei der Registrierung helfen, indem sie von Haus zu Haus gehen.

 

 

Über die Aktivitäten der SKGD bei der Volkszählung informierten Joanna Hassa und Rafał Bartek.
Foto: TSKN

 

„Das Statistische Amt in Oppeln hat uns zusammen mit dem Bevollmächtigten der Woiwodschaft Oppeln für Multikulturalität Marek Wittek wiederholt die Anonymität der Daten versichert. Ein von ihnen vorbereiteter Flyer bestätigt dies. Diese Region ist multikulturell, und unsere Präsenz, die Präsenz der Gemeinschaft der deutschen Minderheit, ist ihr Reichtum. Ich appelliere! Schreiben wir uns als Deutsche nieder wir dürfen bei der Volkszählung nicht fehlen“, sagt Rafał Bartek, Vorsitzender der SKGD.

Die Informationskampagne wird im Rahmen des Projekts: „Die deutsche Minderheit nimmt teil an der Volkszählung“ durchgeführt, die vom Ministerium des Inneren und der Verwaltung und dem Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat, finanziert wird.

ru

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