Außerordentlich viele Grundschulkinder haben dieses Jahr an der Deutscholympiade, wo der Oppelner SKGD als Mitveranstalter fungiert, teilgenommen. Die Zahl 156 ist rekordverdächtig was die Teilnahme angeht, doch sie ist damit verbunden, dass die Grundschule ab dem Schuljahr 2017/2018 mehr Klassen zählt.

 

Vor der mündlichen Prüfung ist das Lampenfieber bei den meisten teilnehmern nicht so groß, wie vor dem schriftlichen Teil. Foto: Manuela Leibig

 

 

Der Wettbewerb fand am vergangenem Freitag an gleich zwei Orten in Oppeln statt: traditionell im Jugendkulturhaus in der Strzelców-Bytomskich-Straße und im Regionalem Zentrum für Bildungswesen in der Głogowska-Straße. Um am Finale teilnehmen zu können, mussten die Schüler in der Gemeindeetappe mindestens 85 Prozent der Gesamtpunktzahl erreichen. Das ist gar nicht so leicht zu schaffen, die Deutschlehrer leisten bei der Vorbereitung der Kinder einen besonderen Beitrag, so auch Zuzanna Sładek-Pietrek. Die Lehrerin unterrichtet an der Grundschule in Tarnau, ihren Schützling traf sie jeden Mittwoch, nach dem Unterricht: „Wir haben vor allem grammatische Ausnahmen und Landeskunde besprochen.“ Wiktoria Dyga aus Kossorowitz freute sich sehr, als sie erfahren hat, dass sie so viele Punkte erreicht hat, dass sie beim Finale mitmachen kann. Sie übte vor dem Wettbewerb mit gleich zwei Lehrerinnen, doch trotz guter Vorbereitung sagt die Dreizehnjährige: „Ich war sehr gestresst“.

 

 

 

 

Adrian aus Czarnowanz hat sich hingegen nicht so lange gezielt auf den Wettbewerb vorbereitet: „Na ja, ich habe deutsches Fernsehen gesehen“, sagt der Sechstklässler. Für Simon Kluczny aus Oppeln sind die Vorbereitungen auf die Olympiade das tägliche Zusammensein mit seiner Familie, denn bei ihm zu Hause wird Deutsch gesprochen. „Der Test war gar nicht so schwierig, ich habe fast alle Aufgaben gelöst, es gab auch einen Hörtext über Deutsche, die zu viel Zucker essen. Das Thema hat mich angesprochen, da ich auch gerne Süßes esse, am liebsten Gummibärchen.“ Vor dem mündlichen Teil hat Simon kein Lampenfieber, wie die meisten der Schüler. So auch Laura Smorek aus Bazany. Sie hat sich riesig gefreut, als sie erfahren hat, dass sie am Finale teilnehmen kann. Seit zwei Jahren nahm sie auf der Gemeindeebene teil, bereitete sich mit ihrem Lehrer Kryspin Cieplik sorgfältig vor, doch jedes Mal fehlten ein oder zwei Punkte, um ins Finale zu kommen. Um so größer die Freude: „Mein Herz war am rasen, als ich es erfahren habe, ich war einfach glücklich.“ Die Kommission arbeitete drei Tage lang beim Prüfen der Tests, die Ergebnisse hat das Kuratorium am Mittwoch dieser Woche bekannt geben.

 

Manuela Leibig