Paul Rother war ein einfacher schlesischer Schmied der im 20. Jahrhundert lebte, jedoch hatte er eine Leidenschaft die ihn ausmachte, die Fotografie. Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit (HDPZ) und das Oberschlesische Museum Beuthen haben sich näher mit seiner Person beschäftigt und es ist ein Buch entstanden.

Foto: Oberschlesisches Museum in Beuthen

 

 

Paul Rother war fasziniert von Geschichte, Astronomie und Geologie, aber vor allem nahm er die Realität mit dem Kameraobjektiv gewissenhaft auf. Er studierte und dokumentierte sie und schuf seine eigenen Welten. Er verbrachte viel Zeit mit Reisen durch Ober- und Niederschlesien. Dabei hatte er seinen Fotoapparat immer bei sich. Lucjan Dzumla, Direktor des HDPZ, ist von Paul Rothers Fotografie begeistert. „Die Sammlung der Fotos ist wirklich groß. Diese Werke sind so wertvoll und einzigartig, dass es wichtig ist, sie in Form eines Buches festzuhalten. Ein Buch ist etwas, auf das man immer zurückgreifen kann, nicht so wie eine Ausstellung, die zeitlich und räumlich begrenzt ist.“

 

Foto: Oberschlesisches Museum in Beuthen

Rothers Fotos zeigen auf eine ästhetische Weise das alltägliche Leben in Schlesien, vor allem in den Regionen rund um Beuthen. Die im zweisprachigen Album präsentierten Fotografien zeigen die Schönheit der schlesischen Landschaft und Architektur sowie die Bewunderung für den Alltag: Familien, lachende Kinder, fröhliche ältere Menschen, Frauen und Männer in Beruf und Freizeit. Gleichzeitig zeichnen sie sich durch eine ungewöhnliche Lichtästhetik aus, die in Schwarz-Weiß-Tönen gehalten wird aus. „Er hat eigentlich sein ganzes Leben lang Fotos gemacht. Dem Oberschlesischen Museum Beuthen ist es gelungen, die Fotos von der Familie zu bekommen. Wir haben gemeinsam mit dem Museum ein Buch veröffentlicht, wo das Leben der Schlesier Anfang des 20. Jahrhundert gezeigt wird. Die Publikation besteht hauptsächlich aus seinen Fotos und einer kurzen Einleitung.“
Das Buch kann man in den Büros des HDPZ in Oppeln und Gleiwitz erhalten, so wie im Oberschlesischen Museum in Beuthen.

 

 

 

Andrea Polański