Im Mittelpunkt des Oktoberfestes stand natürlich der beliebte Gerstensaft Foto: Łukasz Biły

Im Mittelpunkt des Oktoberfestes stand natürlich der beliebte Gerstensaft
Foto: Łukasz Biły

Einige hundert Menschen feierten am 15. Oktober in der Sporthalle des Krappitzer Stadtteils Otmęt beim traditionellen Oktoberfest der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD). Ziel der Veranstaltung war nicht nur Integration, sondern auch die Präsentation deutscher Kulturgruppen, die sogar noch am darauffolgenden Tag stattfand.

 

„Heute wird es hier sechs Millionen Menschen geben, mehr als beim Oktoberfest in München“, sagte schmunzelnd bei der Eröffnung des Krappitzer Oktoberfestes der Moderator der Veranstaltung Leonard Malcharczyk. Schon zum dritten Mal feierten Politiker, Bewohner von Krappitz und Umgebung sowie Mitglieder der Deutschen Minderheit bei Bier und Brezeln: „Damals, vor drei Jahren, haben wir einen Weg gesucht, um die deutsche Volksfestkultur der Bundesrepublik mit der spezifischen schlesischen Kultur zu verbinden. Deswegen haben wir uns entschlossen, hier in Krappitz unser schlesisches Oktoberfest zu veranstalten“, sagte Zuzanna Donath-Kasiura, die als Ehefrau des Bürgermeisters als Mitgastgeberin beim Fest agierte.

 

Während die Mitarbeiter der SKGD-Geschäftsstelle den Anwesenden erklärten, dass es nicht nur um Integration geht, sondern man auch „die Vielfalt der deutschen Kulturgruppen im Oppelner Schlesien präsentieren wolle“, hat ihr Mann gemeinsam mit dem Vizemarschall der Woiwodschaft Oppeln, Roman Kolek, das Krappitzer O’zapft is! vollbracht. Bei gutem Bier, Tanz und schlesischem Essen konnten die Gäste dann das volle Angebot der Kulturgruppen und Solisten, die Donath-Kasiura angesprochen hat, genießen. Auf der Bühne präsentierten sich vor allem junge Künstler, die besonders in den letzten Jahren in der deutschen Volksmusikszene in Schlesien aufgestiegen sind wie Zuzanna Herud, Maria Honka oder Ewa und Damian.

 

Für die, die noch mehr deutsche Kultur wollten, veranstaltete die SKGD am Tag darauf die Kulturgruppenshow. Dabei präsentieren sich Gesangsgruppen und Solisten aus den Reihen der Deutschen Minderheit wie etwa Julia Ledwoch oder das Gesangsstudio BiS. „Diese Kulturshow ist die Chance zu zeigen, welche talentierten Mitglieder die DFK-Gruppen haben. Manchmal haben sie das ganze Jahr gar keine Möglichkeit vor einem breiten Publikum zu singen oder zu tanzen, also zu zeigen was sie können”, meint Roman Szablicki, Musiker und Mitglied des Oder Brass Orchesters.

 

Łukasz Biły, Dominika Bassek